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 Der See

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Mr McKinley
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BeitragThema: Der See   Mo Okt 03, 2011 4:29 am

Der nahegelgene See ist ein beliebtes Ziel der Reiter.

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Lillian Adams
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BeitragThema: Re: Der See   Fr Apr 20, 2012 7:52 am

Würde man Lillian jetzt fragen, ob sie die Zeit mit Leonardo vermisst hätte, würde sie mit Ja antworten. Sie hatte die Art vermisst, wie sie miteiander umgingen, und das Gefühl, einfach sie selbst zu sein, wenn sie mit ihm zusammen war. Das hatte sich auch nach diesen verflixten fünf Jahren nicht geändert. Wenn man sie jedoch fragte, ob sie sich jetzt gerade noch einmal in ihn verliebte, dann würde sie wohl Nein sagen. Sie kannte ihn einfach gar nicht. Sie hatte schon zwei Mal diesen Fehler begangen, jemandem zu vertrauen, jemanden zu lieben, obwohl derjenige sie nur von sich stieß und sie nur ausnutzte. Einmal bei ihm, einmal bei einem Reitkollegen, vor zweieinhalb Jahren etwa, als sie gerade als Springreiterin ihre ersten großen Erfolge eingeheimst hatte.
Trotzdem war Lil in den letzten Stunden, die sie gemeinsam mit dem großen Italiener am See und am Skaterpark gewesen war, einfach glücklich gewesen. Es schien, als wären sie wirklich Freunde. Freunde, die sich dauerhaft irgendwelche sarkastischen Bemerkungen an den Kopf warfen, einfach nur, weil sie sich ärgern wollten, und weil sie wussten, dass es den anderen aber nicht wirklich ärgern würde. Das war scheinbar unkompliziert. Aber sie wusste aus Erfahrung, dass alles, was unkompliziert schien, eigentlich ein gefährliches Spiel war. Dennoch saß sie jetzt neben Leon im Gras, die Beine leicht angewinkelt und die Hände nach hinten abgestützt. Andere hätten diese Situation als romantisch betrachtet. Sie saßen an einem See, beim Sonnenuntergang. Goldenes Licht spiegelte sich auf dem unbeweglichen Wasser, und außer dem Zwitschern der Vögel und einer weeeit entfernten Straße hörte man wirklich gar nichts.
Lil bemerkte das nicht einmal.

"Also landest du scheinbar immer, wenn du es gar nicht gebrauchen kannst, auf einem Reiterhof. Jeweils mit einem Pferd, das du nicht kennst und nicht verstehst." Sie nickte scheinbar anerkennend, aber offensichtlich sarkanstisch. "Super."

{ LEON | Gedanken xxx Situation xxx Spricht }

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Leonardo Fabbri
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BeitragThema: Re: Der See   Di Apr 24, 2012 6:54 am

"There is a fire starting in my heart"


Lange war es her, seitdem er mal wieder Zeit für soetwas, wie das hier, gehabt hatte. Einfach nur dazusitzen und nichts zu tun. Vielleicht hatte sein Trainer ja doch recht gehabt, als er meinte, er sei nicht ausgelastet udn überspannt, damit viel zu leicht reizbar und noch mehr verletzungsgefährdet, weil er sich keien Ruhe gönnte. Natürlich wusste der Römer, dass es dem Vorgestzte nciht gepasst hatte, dass er seine Zeit lieber irgendwo in der Weltgegend verbrachte, in diversen Clubs, bei Jonny, im Proberaum, oder irgendwo sonst in Gesellschaft seiner Kupels, anstatt brav zu Hause zu liegen, wie man es ihm angeordnet hatte und sich ausschlief. Doch wenn er Ruhe hatte, dachte er zuviel nach. und wenn er zuviel nachdachte, dann kamen zuleicht all die Gedanken an früher wieder hoch. Die Stille erinnerte ihn an die schlimmste Zeit, die er mit aller Mühe versuchte zu verdrängen. Auch wenn er wusste, dass er sie nicht vergessen würde, dafür erinnerte er sich jeden Februar wieder zu schmerzvoll daran. Doch die Arbeit, die Zeit in Gesellschaft, das nahm ihm diese verhasste Stille - und damit die Gefahr wieder in sich selbst abzurutschen.

Die Dunkelhaarige, die Leonardo auf der Horizon Ranch kennen- und schätzen gelernt hatte, zeigte ihm jetzt eine vollkommen neue Welt auf. Eine, deren Tür er schon seit Jahren nicht mehr betreten hatte, die er hatte nicht mehr erkennen können und wollen. Es war nicht mehr viel was ihm fehlte, um sich von ihr in diese Welt entführen zu lassen, doch wie imme rhielten ihn die Zweifel zurück, zu vertrauen.
Einfach so im Gras zu sitzen und dem Lauf der Natur zuzusehen, dass hatte er nicht mehr gemacht seitdem die ihn damals vor nun knapp 14 Jahren abgeholt hatten. Bevor all dies geschehen war, war er oft mit seinem Großvater unterwegs gewesen. Hatte sich mit ihm in den Wald begeben, war mit ihm in die Berge gezogen oder ins Meer abgetaucht. Und jetzt war er tot. Erschossen, durch seine Schuld. Sein Großvater war ermordet worden, wegen ihm. Niemals hatte es jemand geschafft Leon dies auszureden, nicht einmal seine geliebte Flo.
Sehnsüchtig und bedauerlich zugleich sah der Blonde in den Himmel. So, als hoffte er dort oben Antworten zu finden. Oder das Abbild seines so sehr vermissten Großvaters?
Lillians Worte holten ihn wieder zurück. Wieder einmal hatte die Stille Wirkung gezeigt. Jedoch konnte er sich nciht wirklich auf ihre Frage konzentrieren. Zu voll war sein Kopf mit den schmerzlichen Erinnerungen der Vergangenheit.

"Ich kenne Firesky. Er bringt mich wieder auf den Boden zurück. Ich hab ihn vor dreieinhalb Jahren gekauft, sie wollten ihn töten, genau wie ..."

Er stockte ertappt und biss sich auf die Lippe. Lillys forschendem Blick sah e rnicht entgegen. Er, Leonardo fabbri, mied den direkte Blickkontakt. Sonst sah er jeden an. Imme rmit eienr gewissen Provokation, auch, wenn es ihm schwerfiel. Doch jetzt würde er das nicht aushalten. Ihm war klar, dass sie fragen würde, sie kannte den Tod, sie hatte ihre Mutter verloren, wenn auch auf andere art und Weise wie er einen geliebten Menschen verloren hatte. Zu gut erinnerte Leon sich an die Zeit, als die Schwarzhaarige zurück auf die Horizon Ranch kam und nur Penny zu ihr durchdrang und schließlich herausbekam, dass sie sich die Schuld an dem Tod ihrer Mutter gab. Leon wusste nicht, ob sie das noch immer glaubte, bei ihm war es sowieso etwas anderes.
Tröstend kam Bella angewakelt und drückte ihre feuchte Nase gegen die Hand des Italieners. Da war kein Lächeln mehr auf seinen Lippen und auch sein eigentlich eisiger Blick konnte die Trauer nciht mehr verschleiern. Die unterdrückten Gefühle von Angst, Hass, Wut, Trauer und dem Gebrochen sein, die die letzten Jahre sich kaum Platz verschafft hatten, standen in seinem bernsteinfarbenen Blick, als er zu der Hündin hinunter sah.

Irgendwann stand er auf und drehte sich wieder zu Lilly um.

"Kommst du mit - ne Runde schwimmen?"


Naja, stillsitzen hatte er ja noch nie gut gekonnt.


{denkt an früher | Trauer | spricht }

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Lillian Adams
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BeitragThema: Re: Der See   Fr Apr 27, 2012 6:23 am

Lillian hatte den Blick auf den See gelegt. Die glatte Oberfläche spiegelte die untergehende Sonne, ein rotgoldener Schimmer auf lilablauem Grund. Sie erinnerte sich an den Sonnenuntergang, den sie mit Leon beobachtet hatte: an der Rennbahn. Sie hatten zusammen geraucht und dann ... hatte alles seinen Lauf genommen. Die Jahre hatten sie auseinander gebracht und nie wieder zusammen, in dem ganzen Jahr, das sie gemeinsam aud der Horizon Ranch verbracht hatten. Sie hatte ihre Mutter verloren und dann auch ihre große Liebe. Mit den Jahren war die Liebe verblasst, und jetzt, wie sie neben ihm saß, war sie da nicht mehr. Keine Liebe für den blonden Fußballer. Oder? Zumindest spürte sie nichts in der Art. Sie wusste, dass sie die Zeit mit ihm genoss - aber das tat sie auch mit ihren Kumpels. Hatte sie immer getan. Und irgendwie fühlte sie sich auch mit ihm verbunden.
Obwohl sie ihn gar nicht mehr kannte. Erschrocken durfte Lil hören, dass er nicht mehr zu den absoluten Pferdehassern gehörte. Das hätte sie dem Italiener - pardon, Römer - nicht zugetraut. Er hatte "diese Viecher" gehasst, abgrundtief. Und jetzt sollte er selbst eins haben? Überraschung stand in ihrem Gesicht, als sie sich wieder dem jungen Mann neben ihr zuwandte. Und diese verschwand auch nicht, als sie ihn ansah. Denn Leon sah sie nicht an. Er hatte sie immer angesehen. Generell, sein Gegenüber war immer in dem Bernsteinblick gefangen gewesen. Sie achtete kaum auf seine Worte, denn sofort wurde sie hellhörig. Was war mit ihm los? So kannte sie ihn gar nicht! Doch bevor die hübsche Schwarzhaarige fragen konnte, sprang er auf, fragte, ob sie nicht vielleicht schwimmen gehen wollten. Er lenkte von dem ab, was mit ihm war. Konnte nicht stillsitzen. Typisch Leon.

"Gern, wenn du möchtest. Sag mal, wie kommt es, dass du auf einmal mit Pferden so gut klarkommst? Ich meine, du und Pferde, das lief ja nie besonders gut." Sofort ging Lil auf seine Ablenkung ein. Vielleicht würde sie ihn zu einem anderen Zeitpunkt darauf ansprechen, doch jetzt war nicht der rechte Moment dafür. Sie spürte es, sie hatte noch nicht genug von seinem Vertrauen, sie wusste, dass er noch immer die Mauern, die stets seine Seele geschützt hatte, aufrecht erhielt, um sich nicht zu verletzen. Noch einmal zu verletzen. Denn irgendwo, tief in ihm, wo nicht einmal sie hingedrungen war, da war er verletzt, da war sie sich sicher. Davon würde vermutlich nicht einmal Chris wissen, der ja sein bester Freund war. Also müsste sie sich gedulden, das Vertrauen gewinnen. Irgendwann würde sie es haben, dann würde sie fragen, und Leon würde antworten. Solange würde sie sich gedulden müssen. Warum also nicht so lange das Leben genießen? Lil schlüpfte ohne Scham aus dem grauen T-Shirt, das sie trug - und darunter hatte sie nichts an außer dem einfachen schwarzen BH, der genauso gut ein Bikini hätte sein können. Es folgten ihre schwarzen Chucks und die ebenso schwarze Jeans, sodass sie nur in ihrer schwarzen Unterwäsche vor dem Römer stand. Ein Grinsen lag auf ihren Zügen, während sie ihm quasi bereitwillig ihren halbnackten Körper mit den kleinen Tattoos an der Seite, der Schulter und der Hüfte präsentierte..
"Also, kommst du?!", fragte sie noch, dann lief sie einfach in leichtem Jogging auf das Ufer zu und auch hinein. Das Wasser war tatsächlich nicht sonderlich warm, aber das störte sie nicht. Sie watete flott hinein, bis sie bis zu den Oberschenkeln darin stand, danach machte sie einfach einen Kopfsprung hinein. Das kalte Wasser schien sich für ihren geschmeidigen Körper zu teilen. Die junge Kalifornierin hatte keine Probleme damit, dass es schweinekalt war. Sie waren oft im Meer schwimmen gewesen, ihre Freundinnen und sie, ganz egal, wie kalt es war. Also war sie es jetzt auch gewöhnt. Sie tauchte bestimmt zehn Meter, dicht über dem stetig weiter abfallenden Grund, bevor sie sich von den algenüberwachsenen Steinen abstieß und durch das seegrüne Wasser nach oben glitt. Mitten im See tauchte ihr Kopf auf, während sie laut Luft holte, wie jemand, der gerade verdammt lang getaucht war. Dann blickte sie zum Ufer, wo Leon sich noch immer nicht bewegte. Das ganze hatte nur wenige Sekunden gedauert.

{ LEON || Erinnerungen xxx Leons Verhalten xxx antwortet xxx ins Wasser }

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BeitragThema: Re: Der See   So Apr 29, 2012 3:04 am

"I try hard to remember"


Damals war es der Lauf der Dinge gewesen, der sie in die Szene an der Rennbahn versetzt hatte. Zusammen hatten sie eine geraucht und sich unterhalten, wobei sie sich wieder mehr Beleidigungen an den Kopf warfen, als ein wirklich gutes Gespräch zu führen. Und doch war dies wohl der Anfang ihrer Bekanntschaft gewesen, der all dies verursacht hatte. Dass Lilly ihm jetzt wieder so scharf im Gedächtnis saß, wie eh und je. In den letzten jahren war in seinem Leben eine Menge passiert, sodass er keine weiteren Gedanken mehr an die damalige Zeit verschwendet hatte. Kurz nachdem er die Horizon Ranch verlassen hatte, war auch der Kontakt abgebrochen. Wenn auch größtenteils durch sein Zutun. er hatte auf keine SMS, keine Mail mehr geantwortet, schlicht und einfach, weil er niemals daran geglaubt hatte, die damalige Geliebte je wieder zusehen. Und jetzt saß sie vor ihm. Die Hände ins Gras gestützt blickte sie mit ihren kristallklar blauen Augen auf den See.

Leon konnte nicht so schnell reagieren, wie Lilly an ihm vorbei maschierte, sich auszog und auf das Wasser zustapfte. Wie immer waren ihre Worte auch soetwas wie eine Herausforderung. In dem Moment, als sie nur in unterwäsche vor ihm stand, glitt Leons Bernsteinblick tatsächlich mal von ihren Augen hinab, hinunter an ihrem Körper, der wohl ebenso perfekt geformt war wie seiner. Sie hatte vielleicht keine Modelmaße, doch das störte ihn nicht weiter, er hasste es, wenn überall die Knochen heraustraten.
Lilly war schlank, nicht mehr so hager wie damals, sie hatte an den richtigen Stellen noch an Kurven zugelegt und auch ihre kleinen Tatoos waren ihm neu. All dies registrierte er mit einem Lächeln, ehe auch er sich das Shirt über den Kopf zog und darunter der Sixpack zum Vorschein kam, bei dem die Frauen dahinschmelzten. Dannach folgten ebenso wie kurz zuvor bei der Dunkelhaarigen, Hose und Schuhe, bis er nur noch die karierten Boxershorts trug.
Der Blonde folgte der jungen Frau etwas gemächlicher als sie, die auf das Wasser zu trabte und schließlich untertauchte. Aber kurz bevor sie die Wasseroberfläche wieder durchdrang, stand der Römer nur noch einen knappen Meter von ihr entfernt und in seinem Blick lag wieder das unverhohlene schalkhafte Glitzern.
Im Gegensatz zu Lilly hatte Leon schon früher ein Tatoo an der Unterseite des linken Handgelenks getragen. Jetzt zog sich ein Kreis aus alten römischen Schriftzeichen über seinen Bizeps und über seine linke Schulter ein größeres Tatoo von einem umrankten Kreuz. Darunter die Buchstaben: Mea maxima culpa.
Nur kurz hatte Lilly freie Sicht auf diese Körperbemalungen, ehe auch Leon untertauchte und genau gegenüber seine vorherigen Platzes wieder auftauchte und sie wiede rin seinem Blick einfing.

"Das, liebe Lilly, ist eine lange Geschichte. Und um mein damaliges Verhalten erklären zu können, müsste ich bei meiner Geburt anfangen, damit du nachvollziehen könntest, wieso ich damals ausgerechnet mit Hass reagiert habe."


Dass er sich manchmal gerne in Rätsel hüllte war von dem Fußballer ja auch bekannt. In Interviews redete er die Moderatoren manchmal dumm und dämlich, bis die es schließlich aufgaben, noch etwas aus ihm herauszuquetschen. Als er jetzt Lilly ansah, wusste er, dass sie mit diesen Wortwen nicht viel anfangen konnte, deswegen rang er sich zu einer weiteren Erklärung durch.

"Wirklich gehasst habe ich Pferde nie. Wie hast du mein verhalten immer bezeichnet? Eine Art Schutzwall. Ich glaube das war soetwas Ähnliches. Ich bin Römer ohne unsere Schlachtrösser hätten wir es niemals so weit gebracht, ich saß mit 4 zum ersten Mal auf einem Pferd, soetwas vergisst man nicht einfach so. Aber es macht einen verletzlich. Immer ganu dann, wenn dir jemand etwas bedeutet ist das zugleich ein wunder Punkt, weil dieser jemand dir am meisten weh tun könnte. Wobei - ich glaube damals auf der Horizon Ranch hat mein alter Herr sein wesentliches dazu beigetragen, dass ich auch aus eienr Art Protest heraus mcih nicht mit Pferden abgab. Denn das war ja sien Ziel, dass ich wieder reite ..."


Die blonden Haare des Italieners waren vom Wasser dunkler geworden und schimmerten in den Farben, die den Südländern eigentlich zugesagt wurden. Tief Dunkelbraun waren Leons Haare nun, jedoch wurden sie mit jeder Sekunde in der die Sonne ihnen Nässe entzog wieder heller.


{Lilly | geht ebenfalls zum See | antwortett}

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BeitragThema: Re: Der See   Sa Mai 05, 2012 8:30 am

Das kühle Wasser umschmeichelte Lillians Kurven, glitzerte auf ihrer Haut im letzen Abendlicht, ihr Haar floss glatt und schwarz ihren Rücken hinab. Und ihre Augen, ihre leuchtend blauen Augen, lagen auf Leon. Sie hatte nicht gesehen, wie er sich seiner Klamotten entledigte, jetzt aber erhaschte sie einen Blick auf seinen Körper. Dieser Mann, zu dem ihr Leon geworden war, war groß und muskulös, mit einem geschmeidigen, sehnigen Körperbau und Tattoos, die das ganze nur noch verstärkten. Sie hatte das Verlangen, über diesen breitschultrigen Oberkörper zu fahren, hinauf in das perfekt gestylte blonde Haar ... als sie sich selbst bei dem Gedanken erwischte, tauchte Leon gerade ebenfalls unter, so wie sie es zuvor gemacht hatte. Sie bemerkte, dass ihr Herz ein wenig schneller klopfte. Nahezu erschrocken fuhr sie sich durch das nasse Haar und strich es sich aus der Stirn. Zwang sich, einmal tief durch zu atmen. Und die Gedanken beiseite. Das war nicht gut. Gar nicht gut. Wir wollten ja nicht gleich mit alten Angewohnheiten anfangen ...
Lil beobachtete Leon, während er auftauchte, abtauchte, auftauchte. Und dann redete er. Er sprach nicht nur in seinen kurzen, nicht wirklich hilfreichen Sätzen, nein. Er kommunizierte. Richtig. Er erzählte von sich, von seiner Vergangenheit, seiner Herkunft. Und obwohl das nur noch mehr Fragen aufwarf, wusste die junge Frau, dass das schon ein wahnsinniger Fortschritt gewesen war. Er hätte früher nie so viel über sich erzählt. Niemals. Und jetzt wusste sie auf einmal so viel mehr über ihn, als sie sich je hätte erträumen lassen. Sie beobachtete ihn, blickte in seine bernsteinfarbenen Augen, zugleich ruhig und mit klopfendem Herzen. Wer war dieser Mann? Auf einmal hatte sie das Gefühl, dass das nicht mehr Leonardo Fabbri war, der da vor ihr stand. Der hätte das nie ihr erklärt, egal, was damals vorgefallen war. Und sie waren sich ja wirklich sehr nahe gewesen. Aber niemals hatte sie allzu viel über ihn gewusst. Und das schon gar nicht. Sie sah noch immer sein Gesicht, wenn auch jetzt etwas markanter, ausgeprägter, und es war immer noch sein Körper. Seine Stimme war auch noch die Gleiche. Nur der Geist, der dahinter stand, anscheinend nicht.

"Leon ..." Lilly zögerte. Ihre Gedanken hatten kaum zwei Sekunden in Anspruch genommen, aber noch immer war sie nicht schlauer. Was sollte sie jetzt sagen? Nach einem weiteren kurzen Schweigen stieß sie ein leicht nervöses Lachen aus. Noch einmal fuhr sie sich durch ihr langes dunkles Haar, jetzt ließ sie ihre Hände aber im Nacken liegen und schaute gen Himmel. Sie wirkte wirklich ratlos. "Ich bin sprachlos. Überrascht. Du überraschst mich.", sagte sie schließlich. Bei den letzten Worten sah sie ihn wieder an. Wie hatte sie sich nur täuschen können? Im einen Moment schien es, als seien sie zurück auf der HorizonRanch, einfach nur Freunde, die es mochten, sich gegenseitig zu ärgern, und im nächsten war da das Gefühl, dass sie den, mit dem sie hier halbnackt im See war, nicht kannte. Nie gekannt hatte. Oder sich einfach nur wahnsinnig in ihm getäuscht hatte. Aber konnte das sein? Hatte sie sich wirklich in ihm getäuscht?
So stand Lillian einfach nur Leon gegenüber. Das Wasser ging ihr bis zu den Rippen, ihm allerdings nur bis zur Taille. Sie ließ die Hände, die in ihrem Nacken gelegen hatten, sinken, fuhr mit ihnen durch das Wasser. Sie mochte das Gefühl, wie es sich scheinbar perfekt an ihre Haut anpasste und sie umfloss. Und sie mochte die Kreise, die von ihrem Körper ausging, sobald sich das Wasser auch nur ganz leicht bewegte. Das hatte sie immer schon gemocht. Auch damals schon. Sie löste den Blick von Leon, richtete ihn einfach nur in die Ferne. Im Abendlicht wirkten die Farben zugleich intensiver und heller, von einem warmen Gold erfüllt und umflossen. Das war die Zeit des Tages, die sie am Liebsten mochte. Und sie war hier mit dem Mann, von dem sie gedacht hatte, dass sie ihn am Liebsten mochte. Aber sie war sich nicht mehr sicher, ob das noch so war. Leon war nicht mehr ihr Leon, jedenfalls nicht mehr wirklich. Und wie sollte sie ihn da noch in ihrem Herzen haben? Sie atmete tief durch. Er war noch darin. Noch immer. Unverändert. Und das, obwohl sie gedacht hatte, dass es nicht so war.

{ LEON || Gedanken xxx beobachtet ihn xxx bemerkt Veränderung xxx sprachlos xxx Gedanken }

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Leonardo Fabbri
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BeitragThema: Re: Der See   So Mai 06, 2012 4:52 am

"This prison is used to be my shelter"


Immer noch merkwürdig gefasst musterte der Römer die Kalifornierin. Es war offensichtlich, dass ihm gefiel, was er sah, denn es war ja ebenso kein Geheimnis, dass der Fußballprofi keinen Bogen um Frauen machte und eine besondere Vorliebe für gelegentliche Affären hatte. Scheinbar war dies Lillian entgangen, entweder weil sie keine Klatsch-und-Tratsch-Zeitungen laß, oder weil sie schlichtweg die letzten Jahre keinen Blick in neumodische Medien geworfen hatte, was zu bezweifeln war, oder aber sie ognorierte und überspielte dieses Wissen galant, was ihr ähnlich sehen würde. Jedoch war jetzt Leon auch niemand, der sich über die Gedanken anderer selbst Gedanken machte, weshalb es ihn eigentlich auch herzlich neig interessierte, welches Bild sie von ihm hatte. Auch wenn er die leise Vermutung nicht loswurde, das sie in ihm noch immer den Jungen von der HR sah, der er schon längst nciht mehr war. Damals, war er jemand anderes gewesen - und heute? Heute, war er vielleicht mehr an seinem eigentlichen Ich dran, wobei er hier eigentlich schon wieder viel zu harmlos und freundlich herumlungerte, anstatt seinem Ruf Ehre zu erweisen und sie entweder abzuschleppen, oder kurz und bündig abzuwürgen. Aber da war eben dieses Band zwischen ihnen, das es ihm verbot Lilly jetzt einfach so wieder gehen zu lassen. Sie hatten sich lange nicht gesehen und auch, wenn ihm schleierhaft war, was er von ihr erfahren sollte, oder wollte, so war es vermutlich doch das Beste, die gemeinsame Zeit nicht wieder sofort vollkommen zu zerstören.
Dass seine Worte sie beeindruckt hatten, hatte er nicht erwartet, eigentlich hatte er eher mit einer recht sarkrastischen Bemerkung gerechnet und nicht mit diesem einen Satz, der verlauten ließ, dass sie -überrascht?- war. Mit hochgezogenen Augenbrauen sah er Lilly an, die vor ihm stand und ihn zuvor ebenso gemustert hatte, wie er sie, ehe sie ihren Blick in die Ferne gerichtet hatte. Jetzt allerdings suchte er wieder den Blickkontakt, den sie wie immer, unmöglich abblocken konnte. So ging es eigentlich allen Leuten, die ihm gegenüber standen, keiner konnte seinem Blick entfliehen, oder sich der mystischen Kraft entziehen, die seine Augen mit sich brachten.

Diesmal ließ der Blonde sich mti seiner Antwort mehr Zeit. Kurz folgte er ihrem Blick in die umliegende Gegend, aber da war nichts, was er nicht schon gesehen hatte, so ging Leonardo einige Schritte auf Lilly zu, bis er ganz bei ihr stand und sie einmal umrundete, sie sozusagen aus allen Blickwinkeln musterte, bevor er wieder an ihrer Front angelangt war und das schalkhafte Glitzern in seinen Bernsteinaugen sich auf ihre Blauen heftete.

"Überrascht? Das ist - interesannt? Ist ja nichts sehr Ungewöhnliches, dass ich Menschen überrasche. Ist das also das Einzigste, was du mir noch zu sagen hast?"


War da wieder ein Unterton der Provokation? Aber da lag auch etwas Geduldiges und vollkommen Genügsames in seinem Blick, wie er so dicht vor ihr stand, sodass sie nur noch drei Handbreit voneinander trennten. Es war beinahe wie früher, als sie sich noch genau so nahe standen, ebenso "geistlich" wie körperlich. Warum Leon jetzt wieder so Lillys Nähe suchte, würde wohl vorerst sein Geheimnis bleiben, allerdings war es ja schonmal eine Bestätigung darin, dass irgendetwas in ihm nicht vollkommen abgeneigt von ihr war.


{Lilly | mustert sie | amüsiert | geht zu ihr | spricht}

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BeitragThema: Re: Der See   Mi Mai 16, 2012 11:44 am

Lillians Herz machte einen kleinen Satz, als er weiter auf sie zuging, die Augen weiterhin ununterbrochen auf ihn gerichtet. Sie war nicht imstande, sich zu bewegen, obwohl ihr sehr wohl klar war, dass das hier gerade alles andere als gut war. Sie würde sich nur wieder in irgendwas verrennen, wenn sie das jetzt Eskalieren ließ. Und sie würde nichts verhindern können, was auch immer er tat. Denn diese unglaublichen Augen, von einem gelblichen Karamellton erfüllt, hypnotisierten sie, wie sie es früher bereits getan hatten. Sie stand einfach nur da, blickte in dieses Gesicht mit den markanten Gesichtszügen, und wusste nicht recht, was sie davon halten sollte, hier zu stehen. Ihre Gedanken überschlugen sich. Einerseits tat es gut, hier zu sein, mit ihm, die Wärme, die sein Körper ausstrahlte, zu fühlen. Andererseits war es gefährlich, viel gefährlicher als alles, was sie bisher verbunden hatte. Seine Worte drangen zuerst nur in ihre Ohren und es dauerte seine Zeit, bis sie bereit war, ihre Bedeutung zu verstehen.
Und schlagartig war diese Hypnose verschwunden.
Lil bewegte sich immer noch nicht wesentlich, allerdings hatte sie jetzt nicht mehr das Gefühl, als würde alles in ihrem Kopf und ihrem ganzen Körper festgehalten werden, nur von Leons Blick. Sie hob leicht eine Augenbraue, blickte zweifelnd in sein Gesicht. Natürlich nahm sie die Provokation, die Herausforderung an. Das Grinsen, das sich jetzt auf ihre Lippen schlich, bezeugte dies ebenfalls. Vielleicht war sie ein wenig eigen und vielleicht konnte sie manchmal schwer zu verstehen sein, aber meistens nahm sie eine interessante Herausforderung nur zu gerne an. Ihre Augen blitzten, ebenso wie seine, als sie die Arme vor der Brust verschränkte.

"Was sollte ich denn deiner Meinung nach noch sagen? Soll ich beteuern, wie toll du bist, damit du wieder ein bisschen Selbstbewusstsein gewinnst? Oder soll ich lieber gleich wieder meine alten Gefühle gestehen, ganz nach dem Motto 'Du bist der Richtige, ich liebe nur dich'? Ich bitte dich, Leon." Der Sarkasmus in ihrer Stimme war nicht zu überhören. Dennoch blieb Lilly ansonsten ganz ruhig. Noch immer war das Grinsen auf ihren Zügen. "Ach warte - ich könnte ja auch fragen, warum du damals aufgehört hast mit Reiten! Sorry, dass ich nicht genug an deiner Person interessiert bin." Ihre Augen blitzten. "Aber ich hatte nicht damit gerechnet, dass dein Selbstbewusstsein so einen großen Knacks hat, dass du noch Zustimmung von irgendeiner Ex brauchst."

Lilly war immer schon besser im Austeilen gewesen als im Einstecken. Diese Worte waren vielleicht hart gesprochen und voller Zweifel, aber es waren dennoch ihre Worte. Sie wusste genau, was sie da sagte. Noch hatte sie nicht vergessen, wie sie es schaffte, ihn auf die Palme zu bringen. Nur würde sie ihm dieses Mal nicht danach hinterherlaufen wie ein vergessener Hund, nein. Sie würde ihm hinterherwinken und ihren eigenen Weg gehen, bis er wieder kam, um sich wieder auf ihre ganz spezielle Art zu zoffen. Das würde dieses Mal geschehen, sie würde das Ruder nicht aus der Hand geben. Niemals. Für nichts. Sie wusste, was es bedeutete, sich treiben zu lassen, und das hatte sie lang genug getan. Sie hasste es inzwischen, es getan zu haben, und würde es auch nie wieder tun. Für nichts auf der Welt. Auch nicht für Leon. Schon gar nicht für ihn.

{ LEON || hypnotisiert xxx nimmt Herausforderung an xxx antwortet }

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BeitragThema: Re: Der See   Fr Mai 18, 2012 4:40 am

"Your smile can turn back time"


Beinahe augenblicklich verflog die gelassene Haltung aus Leonardos Körper, und auch, wenn er nicht speziell die Muskeln anspannte, so war die verkrampfende Regung, die durch ihn ging doch zu spüren.
Seine Augen hefteten weiterhin auf Lilly, die dort vor ihm stand, im Prinzip ungenügsam gekleidet, was für den Blonden jedoch Nichts war, was ihn aus der Ruhe brachte. Den Anblick schöner Frauen war er sicherlich gewöhnt, wer erwartete von ihm schon, dass er sich mit der zweiten Reihe abgab? Zu seinen Exfreundinnen zählten nunmal auch Promis, Models, Schauspielerinnen, da schien jemand wie Lilly eigentlich unterzuegehen.
Natürlich war ihm durchaus bewusst gewesen, dass die Schwarzhaarige auf seine Anspielung eingehen würde, schließlich war das ja einer seiner "Tricks", dass er die Leute so in Gespräche verwickelte, durch eine einfache Frage, die genausogut provokativ sein konnte. Es hätte ihn also zufrieden stellen sollen, als Lilly ebenso ungeniert wie er fortfuhr und ihm wohl oder übel Kontra gab. Aber irgendwie passte ihre Antwort wohl nicht so ganz in sein Konzept, denn der Abstand zwischen ihnen vergrößerte sich langsam wieder, indem der Italiener einige, kaum merkliche Schritte rückwärts machte.

"Stimmt, diese Meinung brauch ich wohl nicht! Wieso solltest du wieder deine alten Gefühel gestehen? Ist es denn wieder so? Oder sollte ich sagen - immer noch?"

Herausfordernd blinzelte er sie an, denn das orangefarbene Sonnenlicht spiegelte sich auf dem Wasser des Sees und blendete ihn.
Leon gab Lilly nicht viel Zeit, um zu antworten, augenblicklich watete er Richtung Ufer, lief über das warme, trockene Gras und setzte sich bei den zuvor abgelegten Klamotten schließlich hin. Die Wassertropfen liefen über den muskulösen Körper des jungen Mannes und auch in ihnen spiegelte sich das letzte Sonnenlicht. Nahezu sanft glitzerten sie vor sich hin, zogen Spuren über das schwarze Tatoo, auf dem Schulterblatt und ließen das dunkle Kreuz darauf "weinen". Er hatte die Beine angewinkelt und die Unterarme darauf gestützt, den Blick hielt der Fußballer gesenkt, Lilly sah er nicht mehr an. Wartete er auf sie? Wartete er überhaupt? Die Stimmungsschwankungen, mit denen er nicht zuletzt die Lehrer schon früh in den Wahnsinn getrieben hatte, schienen ihm geblieben zu sein, wie sonst war sein pltzlicher Umschwung zu rechtfertigen?
Die Boxershorts klebte nass an seinen Oberschenkeln, aber er hatte weder große Lust, noch konnte er sich dazu aufraffen, dass Wasser herauszuquetschen.
Es war unmöglich irgendetwas an ihm abzulesen, was in ihm vorging. Ob er Lilly sauer wegen ihrer patzigen Antwort war, oder ob hinter dem Abgang etwas anderes lag.

Bella hatte am Ufer gewartet, als die beiden jungen Menschen in das Wasser gegangen waren. Als Leon zurückkam stand sie freudig schwanzwedelnd am Ufer, doch da Lilly ihm nicht folgte, verharrte die kleine Hündin dort und sah die Dunkelhaarige fragend an. Entschied sich dann aber doch zu ihrem Herrchen zu gehen und legte sich neben seinen nassen Körper, während seine Fingerspitzen durch ihr Fell strichen. Doch als Lilly auch noch der verstrichenen Zeit nicht kam, stand Bella wieder auf und lief erneut zum Seeufer. Irgendwann dann gab sie sich einen Ruck und steuerte padelnd und planschend auf die Kalifornierin zu. es sah schon sehr komisch aus, wie das braune fellknäuel so durch das Wasser glitt.
Bei angestrebter Person angelangt, ruderte sie auf der Stelle und leckte immer wieder rasch über Lillys Handrücken, der auf der Wasseroberfläche trieb. Die Hündin umrundete die junge Frau einmal und versetzte mit ihrer Nase deren Rücken immer wieder Stupser Richtung Land. Als Aufforderung doch endlich diesem wiederlichen nass zu entfliehen.
Musste man heutzutage denn alles selber machen?


{Lilly | verkrampft | spricht | geht an Land | wartet | Bella | zu Lilly}

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Lillian Adams
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BeitragThema: Re: Der See   Fr Mai 18, 2012 10:21 am

Angstlos blickte Lil in die Augen, die anderen in Schrecken versetzten. Einst hatte sie diese Augen geliebt, und irgendwann hatte sie auch von ihnen geträumt, Nacht für Nacht. Jetzt sah sie zwar die Anziehungskraft, die sie ausstrahlten, widerstand dieser aber. Sie mochte den Ton vielleicht, aber sie würde nicht wieder in alte Gefühle fallen, die es längst schon nicht mehr gab. Es war vrobei, di eZeit, die sie ihm hinterhergetrauert hatte. Auch, wenn sie ihre Zeit gebraucht hatte, um das einzusehen, war sie jetzt hier, mit ihm, ohne Herzklopfen, ohne falsche Gedanken. Sie waren einfach nur alte Bekannte. Obwohl sie mal miteinander gegangen waren. Das schien Lil in diesem Moment nahezu unendlich weit entfernt.
Leons Worte ließen sie lachen. Andere hätte das sicherlich geärgert, sie allerdings amüsierte es nur. Sie hob ihre Hand und strich sich die nassen Strähnen aus dem Gesicht und von den Schultern, sodass das jetzt tiefschwarze Haar in Rücken und Nacken klebte, nicht mehr auch noch an Stirn, Hals, Schultern und Wangen. Dabei lachte sie immer noch, und schüttelte voller Belustigung den Kopf. WIe schön falsch er alles verstehen konnte. Und wie schön er provozieren konnte. Aber sie verstand es durchaus, diesem Bann zu wiederstehen. Viel besser als damals, wo sie ihm verfallen war.

"Die Idee ist tatsächlich gut, Leon. Ich fühle noch was für dich - so einen guten Witz habe ich schon Jahre lang nicht mehr gehört!", rief Lillian dem jungen Mann hinterher, als er sich von ihr abwandte, um zum Ufer zurückzugehen. Sie allerdings blieb da, wo sie war, lediglich die unglaublich blauen Augen folgten ihn. Er war ja schon nicht hässlich, das musste sie zugeben. Sie mochte Männer, die ihren Körper gut trainierten. Und er hatte nun mal diese unglaubliche V-Form. Aber das änderte trotzdem nichts. Sie würde ihm nicht wieder hinterherrennen. Sie war zu reif dafür, sich wieder in die Vergangenheit zu stürzen. Dieses Kapitel war abgeschlossen.
Dann bemerkte Lil nach einigen wenigen Sekunden Bella, die sich auf dem Weg zum Seeufer und damit auf dem Weg zu ihr machte. Mit einem Lächeln beobachtete die Frau den Chihuahua, wie er um sie herumpaddelte und sie immer wieder anstupste. Ein leises Lachen drang aus der Kehle von Lilly und sie nahm die kleine, nasse Hundedame auf den Arm, um ihr die Anstrengung des Schwimmens zu ersparen. "Bist du ganz sicher, dass ich ihn mir weiter antun soll, ja?!", fragte Lil die Kleine leicht belustigt. "Gut, du hast ja immer recht.", murmelte sie dann und machte sich auf den Weg zurück zum Ufer.

Das Wasser spiegelte das schwindende Sonnenlicht auf den beiden Gestalten, als Lil sich im Schneidersitz neben Leon setzte. Sie setzte sich Bella auf den Schoß und knuddelte die schokofarbene Hündin. Sie saß einfach nur still da, in dem weichen Gras, und guckte auf die goldene Oberfläche des Sees. Es war irgendwie ein magischer Moment, als das letzte Sonnenlicht die Erde berührte. Erst, als der glühend rote Feuerball einige Minuten später zum ersten Mal wirklich den Horizont berührte, regte sich die Dunkelhaarige, wandte sich dem Blonden neben sich zu. Sie sagte nichts, blickte ihn nur ruhig an. Und wartete auf seine Antwort auf die Worte, die sie Minuten vorher gesagt hatte.

{ LEON || seine Augen xxx antwortet xxx beobachtet ihn xxx Bella xxx folgt Leon xxx ohne Worte }

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Leonardo Fabbri
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BeitragThema: Re: Der See   Mi Mai 23, 2012 4:22 am

"A littlebit trash"


Hocherfreut darüber, dass die junge Frau ihr Aufmerksamkeit schenkte und sich dann von ihr überreden ließ, mit ans Ufer zu kommen, plantschte Bella um die Dunkelhaarige herum. Diese schien sehr amüsiert um den kleinen, wenn auch etwas hilflosen Tanz, der Chihuahuadame und stellte ihr anschließend eine Frage, auf die sie wohl weder eine Antwort erwartete noch eine haben wollte. Bella hätte so oder so nichts darauf gesagt, selbst, wenn sie es gekonnt hätte. Ob man sich Leon antat, war die eine Sache. Die eigentliche Frage war doch, hielten die Nerven seiner Wortwahl auch stand? Immerhin war der Stürmerstar für die provokativen Sätze, die er sowohl nach Siegen, als auch nach Niederlagen in Interviews von sich gab, bekannt. Dafür hasste und liebte ihn das Land zugleich, denn so unsympathisch und arrogant er mal wirken mochte, so war er auch ein Ausnahmetalent, dass auch die anderen Vereine dieser Liga wohl oder übel anerkennen mussten.
Es war also nicht vollkommen absurd, dass es ihn sehr wurmte jetzt hier auf einer Ranch festzusitzen, anstatt mit seinen Teamkollegen um die Wette zu dribbeln udn sich auf das nächste Spiel vorzubereiten. Auch wenn sie diese Meisterschaft nicht in der Tasche hatten, so standen immer noch Spiele an und Leon war ein verdammt schlechter Verlierer. Was ja nur darauf zurückzuführen war, dass er eigentlich auch nicht verlor. Eigentlich.
Flatternd wie die Mähne eines Pferdes flog das dunkelbraune Fell, das nur gelgentlich von hellen Flecken an der bauchseite durchzogen wurde, dahin - direkt auf Leonardo zu. Der aber reagierte auf Bella kaum, als sie sich zu ihm gesellte und soetwas wie Lob zu erwarten schien, dass sie Lilly aus dem Wasser "gefischt" hatte. Es war ja im Prinzip genau umgekehrt gewesen. Trotzdem färbte das hin udn wieder stark herabblickende Auftreten ihres Herrn auf die Hündin ab und so verkroch sie sich beinahe beleidigt wieder zu Lillian, als Leon ihr nicht die volle Aufmerksamkeit zuteil werden ließ und ihr nur etwas unliebsam über den runden Kopf strich. Sie machte sich auf Lillys Schoß bequem, auf den die Kalifornierin sie gebettet hatte und sah mit ihr gen Horizont, der immer rötlicher wurde.

Natürlich spürte er Lillians Blick auf sich. Doch Leon regte sich nicht, er ließ sich soetwa snicht anmerken, wenn er sich unter der intensiven Musterung eines anderen unwohl fühlte. Auch ihre Worte waberten noch durch seinen Kopf, wollten aber keinen rechten Sinn ergeben und ihm fehlte es an dem nötigen Willen zur Konzentration, um sie aneinander zu fügen und ihre Bedeutung herauszubekommen. Scheinbar wollte die Dunkelhaarige jetzt aber eine Antwort, weshalb er sich wohl oder übel noch einmal damit auseinandersetzen musste, selbst, wenn er eigentlich Besseres zu tun hätte. Er konnte sie aber noch sooft durchgehen, er verstand nicht so wirklich, was sie ihm sagen wollte.

"Ich habe meistens gute Ideen. Und dann kann ich ja immerhin beruhigt sein, dir wieder etwas Spaß an so sinnlosen Dingen, wie einem ins Nichts führende Gespräch, überbracht zu haben."

Am Besten war es wohl, er ginge gar nicht weiter darauf ein. Ihm fehlten jetzt einfach die Nerven, um noch weiter darüber nachzugrübeln. Im Übrigen interessierte es ihn auch nicht wirklich.
Blinzelnd hob öffnete Bella ein Auge und lugte argwöhnisch zu Leon hinüber. Sie räkelte sich einmal kurz, ehe sie sich über die Lippen leckte und wieder die Augen schloss und vor sich hin döste. Insgeheim jedoch schien sie das Gespräch der beiden zu verfolgen, denn immer wieder zuckte ihr Ohr verräterisch nach der Stimme ihres Herrn.


{Bella | schweigt sich aus | denkt nach | spricht | Bella}

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BeitragThema: Re: Der See   Fr Mai 25, 2012 7:28 am

Nachdem Leon die HorizonRanch zwei Jahre vor ihr verlassen hatte, hatte Lillian die schokobraune Bella fast genauso sehr vermisst wie ihr Herrchen, auf eine absurde Art und Weise sogar noch mehr. Sie hatte Leon geliebt, so sehr, so aussichtslos. Und Bella war die Freundin gewesesen, die ohne Worte verstand, was sie sagen wollte, die ohne Worte es schaffte, einen aufzuheitern oder zu den richtigen Entscheidungen brachte. Die junge Frau hatte damals überlegt, sich auch einen Hund anzuschaffen, aber nach der Tortur mit der durchgeknallten Stute, an die sie geraten war, hatte sie sich dagegen entschieden. Es war genug des Guten, wenn sie sich mit ihrer alten Ziege hatte auseinander setzen müssen. Deswegen hatte sie nie einen Hund gehabt, in all den Jahren nicht. Nur Chocolate Lady, und dann, als sie genug Geld gesammelt hatte, auch noch Bloody Moon Bay. Aber dadurch sie mit dem jungen Hengst wesentlich besser klar kam als mit Chocolate, hatte sie die elegante, aber unglaublich arrogante Stute abgegeben und stattdessen den Hengst ausgebildet. Und es war kein Hund gekommen, um Bella zu ersetzen.
Aber sie war auch nicht zu ersetzen, überlegte Lilly so, während sie die Hündin ihrer ersten großen Liebe dabei beobachtete, wie sie zuerst um den großen, muskulösen Fußballer herumtänzelte und sich dann im Gras niederließ um die beiden Menschen zu beobachten. Bella war einzigartig, etwas Besonderes. Die Kalifornierin hatte schon früh gelernt, dass jedes Lebewesen einzigartig war, aber manche waren sich zumindest ähnlich. Zu Bella gab es kein passendes Stück. Sie war aufgeschlossen und beinahe menschlich in der Art, wie sie sich verhielt. Und damals hatte sie ihnen zu ihrem Glück verholfen, wenn sie es denn mal geschafft hatten, nicht aufeinander mit Worten loszugehen, sondern nur Lippen und Körper kämpfen zu lassen. In Erinnerungen versunken winkelte Lillian die Beine an, schlang die Arme darum und legte ihr Knie auf die Knie, wobei sie immer noch auf die funkelnde Fläche des Sees blickte. Das waren noch Zeiten gewesen damals. Sie lächelte ein wenig verträumt.
Dann redete Leon, und Lillian grinste, dieses Mal schief und frech, auf die Art, wie man es von der alten Lilly gewöhnt sein dürfte. Sie hatte gute Laune an diesem Abend, es tat ihr gut, ihn nicht nur in ihrem Kopf, sondern auch in ihrem Leben zu haben. Natürlich nervte er, aber er hatte sich einerseits ein wenig verändert und andererseits hatte sie nie jemanden gefunden, der ihrer scharfen Zunge, die sich bestimmt auch nur wegen ihm erst so stark ausebildet hatte, etwas entgegensetzen konnte. Nur er war ihr ebenbürtig, ein Gegner, mit dem zu fechten es sich lohnte. Deswegen war sie vermutlich so guter Dinge, genoss es, einfach nur halbnackt hier zu sitzen und mit ihm zu reden, auf die Art, die ins Nichts führte und doch mehr zeigte, als sie je zugeben würden.

"Ach, dieses Gespräch führt also ins Nichts, ja? Wohin haben denn dann die früheren Gespräche geführt, hm? Etwa direkt in die Hölle? Immerhin verhalten wir uns ja jetzt schon annähernd wie rational denkende Menschen, wobei ich diese Aussage wohl noch mal überdenken muss, wenn ich mir uns so angucke." Sie lachte ein bisschen und ihre Augen leuchteten herausfordernd. Wie sie es doch vermisst hatte, mit ihm zu spielen.. "Normale Menschen würden nämlich nicht halbnackt nebeneinander sitzen und sich streiten."

Vermutlich war es unklug, so etwas zu sagen. Ihr drängten sich Bilder in den Kopf, die sie schon längst von sich geschoben hatte. Ihre Körper hatten damals perfekt zueinander gepasst und sie hatten genau gewusst, welche Knöpfe sie hatten drücken müssen, um den Anderen beinahe zum Verzweifeln zu bringen. Jetzt hatte sie dieses Bild mit ihren derzeitigen Erscheinungen. Ob sie immer noch so zusammenpassen würden, als seien sie für zwei Teile eines Ganzen geschaffen und dann getrennt worden? Sie sollte vielleicht nicht darüber nachdenken. Es führte nirgendwo hin außer auf verdammt gefährliche Gefilde. Und die sollte sie vielleicht noch meiden. Es war noch nicht an der Zeit, sich in irgendwas zu stürzen.


{ LEON || Bella xxx Erinnerungen xxx antworten xxx Erinnerungen }

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BeitragThema: Re: Der See   So Mai 27, 2012 3:13 am

"Finally it isn't a solution"


Nahezu frustriert krallten sich Leons Finger in das Gras und rissen einzelne Halme aus. Für gewöhnlich mochte er Gras, insbesondere den grünen Rasen eines Fußballplatzes. Es war schon mehr als ungerecht jetzt hier wegen soetwas nichtigen wie einem Zwangsurlaub, allein durch Verltzung begründet, hier festzusitzen und sich ständig fragen zu müssen, wie es wohl daheim stand. Obwohl es heute ein Auswärtsspiel war. Ihn juckte es sichtlich in den Fingern, oder wohl eher in den Füßen, sich endlich wieder in Bewegung zu setzen und gegen das runde Leder zu treten. Doch bis dahin war es noch ein Weg, von einer dennoch absehbaren Zeit, die es zu bewältigen galt. Und dann war da ja auch diese "Regenerationsphase". Er hätte ihnen das Wort ins Gesicht spucken können, so sehr verabscheute er es. Als ob es so ungewöhnlich wäre, wenn man mal weniger als drei Monate brauchte um wieder auf dem Dampfer zu sein. Aber die Verletzungsgefahr war ja so hoch. Und trotzdem liebte er seinen Job. Zumindest um Geld musste er sich keine Sorgen machen. Und dass sich die leute über ihn und seine Taten udn Worte die Mäuler zerrissen, ging ihm ja bekanntlich auch am Allerwertsten vorbei. er war mit einem dicken Fell gesegnet geworden. Was jedoch nciht zwingend von Vorteil war, wenn es um Gefühle, Beziehungen und Autoritätspersonen ging. Denn Befehle mochte er nicht, ebenso wneig eigene Schwäche, oder deren Eingeständnis.

Ob es ins Nichts führte dieses Gespräch? Woher sollte er denn das wissen? Das war doch nur Rumgeflachse gewesen, musste frau immer alles wörtlich nehmen? Ergeben seuftzte Leon auf. Lilly verstand es gewiss ihm Kontra zugeben, doch manchmal nervte ihn die Aussichtlosigkeit ihrere Gespräche bis aufs Äußerste, sodass er begann sich todzuschweigen. Konnte er ja bekanntlich auch ganz gut. Vor allem in Bezug darin etwas über seine seelische Verfassung oder Gefühlslage preiszugeben. Natürlich war dies der Schwarzhaarigen klar, dass wusste er schon, doch vielleicht würde sie es ja so hinnehmen.
Nein, tat sie nicht, denn irgendwie verlangten ihre Worte dannach, nicht einfach so zwischen ihnen zu stehen.
Leonardo hob den Blick wieder und sah geradeaus auf den glitzernden See. Insgeheim fand er den Anblick natürlich nicht ganz so "normal", wie er es sagen würde, wenn man ihn darauf ansprach. Er hatte eine gewisse Aura, die ihn umgab und auch den Römer für einen Moment gefangen hielt, ehe er den Blick abwandte und die lodernden Augen mit dem glühenden Bernstein auf Lilly zu richten, die ihn schon seit längerer Zeit ansah. Ein Schwung von einem feixenden Grinsen lag in diesem Blick, wenn seine Züge doch so vollkommen starr blieben.
"Würde es dir helfen, wenn wir uns anziehen, oder komplett nackt sind? Seit wann bin ich außerdem normal? Wer hat mir denn immer vorgeworfen, ich könne mich nicht einmal wie ein "ganz normaler 18-jähriger" benehmen? Du müsstest es doch mittlerweile von mir gewohnt sein, dass mit mir selten etwas A) nach Plan läuft, oder B) "normal" ist."

Da war es wieder. Dieses unverhohlene, arrogante, doch ebenso weiche Lächeln auf seinen Lippen, als sich die Mundwinkel langsam nach oben zogen. Er ließ sich zurückfallen und stützte sein Gewicht auf die ellenbogen, wandte den Blick aber nicht von Lilly ab. Er gab ihr somit den Blick auf den Bauch und die damit verbundene Muskulatur frei, von de rnicht wenige kleine Mädchen nachts träumten und alles dafür gegeben hätten sie einmal "live" zu sehen, oder gar zu fühlen.
Leon, sich dieser Situation wohl nicht bewusst, hob eine Hand und zog sanft ein Blatt aus den langen, dunklen Haaren der jungen Frau, die allmählich trockneten. Vielleicht verharrten seine Finger etwas zu lange in den angetrockneten Strähnen, als unbedingt nötig, doch mit einem breiteren Lächeln hielt er ihr das Blatt vors Gesicht.
"Lässt du dich jetzt sogar im Äußerlichen gehen?"
Wurde er gerade schwach? Oder war das ein neues Gebiet seiner Masche? Warum klang seine Stimme so sanft und anzüglich? Die bernsteinfarbenen Augen blitzten Lilly immer wieder unter auflodernden Flammen an.

Bella aus Lillys Schoß boebachtete die ganze Szenerie, die sich ihr bot natürlich unäuffällig auffällig. Nachdem leon Lilly das Blatt aus den haaren gezogen hatte und es ihr noch vor die Nase hielt, regte sich die kleine Hündin und versetzte Lillys Unterarm einen kräftigen Stoß, rückte ihn mit der Schnauze noch zurecht, sodass die zarte Hand der Kalifornierin auf dem angewinkelten Kniegelenk des Römers lagen. Zufrieden versteckte Bella ihre Nase wieder unter ihrem dichten Fell.
Leon spürte die warme Berührung von Lillys Hand blitzartig, kurz schwiff sein Blick zwischen ihrer Hand auf seienr Haut und ihren blauen Augen hin und her, bis er sich schließlich wieder bei letzteren festsetzte. Nicht aber ohne Bella vorher noch mal mit einem tadelnden Grinsen zu übergehen. Die Hündin hatte ja immer ihre eigenen Vorstellungen von der Realität, doch sagte Leon nichts, wollte einzig Lilly die entscheidung überlassen, ob diese Berührung jetzt gut, oder schlecht war.
Er hätte nicht unbedingt gesagt, dass es schlecht war, immerhin hatten sie früher ganz andere Sachen mit Hand und Knie angestellt und auc das waren nciht zwingend schlimme Erinnerungen.


{denk nach | Lilly | spricht | grinst | Blatt | Bella | wartet auf Lillys Reaktion}

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BeitragThema: Re: Der See   Mo Mai 28, 2012 8:12 am

Irgendwie erinnerte diese Situation, obwohl sie weniger aussichtslos war, Lillian an die Szene damals auf der HorizonRanch. Es waren einige Wochen vergangen seit dem ersten, verheerenden Kuss. Sie waren trotzdem wieder da, an dem Ort, der später mal der ihre gewesen war - die Rennbahn. Der Sonnenuntergang war der Gleiche gewesen, wunderschön und auf eine absurde Art und Weise zugleich traurig und romantisch. Sie hatte den Anblick geliebt, während sie es allerdings verabscheut hatte, dass es Leon war, der bei ihr war. Sie hatten sich angekotzt, wie immer, aber danach war es zu dem Waffenstillstand gekommen, der letzten Endes dafür gesorgt hatte, dass aus Leonardo und Lillian Leon&Lilly geworden waren.
So blickte Lil über den See, und erinnerte sich daran, wie zerschlagen sie gewesen war, als Leon nach dem einen Jahr, das sie geteilt hatten, wieder gegangen war, weg von der HR, weil er seinen Abschluss fertig hatte. Sie war so fertig gewesen, schlimmer als nach dem Verlust ihrer Mutter, über den sie vielleicht nur wegen diesem großschnäuzigen arroganten Italiener so gut hinweggekommen war. Sie hatte ihn immer in ihrem Herzen getragen, wohl aufbewahrt. Natürlich hatte sie Beziehungen gehabt, hatte geliebt. Aber letzten Endes war alles wieder an ihm gescheitert. Weil sie ihre Freunde und Liebhaber eigentlich immer mit Leon verglichen hatte.
Sie war so dumm gewesen.
Sie selbst konnte sich nicht erklären, warum sie das getan hatte. Sie glaubte eigetnlich nicht an die wahre Liebe. Aber was, wenn es sie doch gab? Zwischen ihr und Leon, vielleicht war das wahre Liebe? Sie bezweifelte es. Denn sie waren unterschiedlich wie Tag und Nacht und konnten es ja doch nicht sein lassen, sich zu streiten - wie seine nächsten Worte nur allzu deutlich zeigten. Schon wieder waren ihre Worte schnell und scharf, voller Herausforderung und Angriff. So war es immer gewesen. Und so würde es auch immer sein. Denn so, genau so, war es gut. Und nur so wollte sie es haben. Das waren sie Beide zusammen - sie hackten immer aufeinander herum, aber wenn sich ein Dritter eine Frechheit erlaubte, gingen sie Beide als geschlossene Front auf ihn drauf. Vielleicht könnte es vieder so werden. Nur, dass sie dieses Mal nur Freunde sein würden. Das machte das Ganze sicher einfacher.

"Ja, du hast recht. Ein italienischer Mist- .. oh, ich meine natürlich Prachtkerl kann einfach nicht normal sein. Entschuldige meine so überaus unklug gewählten Worte."

Und dann, dann war da Leon's Hand, die durch Lillian's Haar fuhr, langsam, nur, um ihr ein Blatt aus der schwarzen Mähne zu ziehen. Die junge Frau wusste nicht, wieso, aber ihr Herz stolperte und ging danach etwas schneller als normal, und sie konnte nicht anders, als innezuhalten und alle ihre Sinne auf diese leichte Berührung zu legen. Und das, obwohl Leon das wieder nur als Provokation nutzte. Sie presste die Lippen ein wenig zusammen und fuhr fort, Bella leicht zu streicheln. Die Hündin lag noch immer zusammengeknüllt auf ihrem Schoß. Das lenkte sie zumindest ein wenig davon ab, wie sie gerade reagiert hatte. Das war nämlich absolut dämlich gewesen.
Zumindest lenkte Bella Lil so lange ab, bis sich die Chihuahuadame regte. Denn danach lag auf einmal Lilly's kühle, glatte, weiche Handfläche nicht mehr auf dem seidigen braunen Fell, sondern auf Leon's Knie. Dort, wo sich ihre Körper berührten, breitete sich ein Prickeln aus, und die Dunkelhaarige starrte einfach nur darauf, während Leon's Blick zwischen ihrem Gesicht und ihren Fingern hin und her schwang. Jede Bemerkung, die gerade noch hatte purzeln wollen, war aus ihrem Kopf gewischen, nur von dem Gefühl seines Knies unter ihrer Handfläche. Es war warm und weich und rau zugleich und alles in ihr schien zu vibrieren allein davon, dass sie ihn berührte. Das war doch abnormal.
Langsam hob Lilly den Kopf und den Blick, begegnete diesen glühenden Bernsteinaugen. Wieso zur Hölle war sie sich gerade in diesem Moment der spärlichen Bekleidung ihrer Körper, aber auch ihrer Nähe und seiner Anwesenheit so bewusst? Sie verstand sich selbst nicht mehr, aber sie wusste, dass es gut war. Und so ließ sie die Hand da liegen, da auch Leon keine Anstalten machte, sei dort wegzunehmen oder so etwas in der Art. So würde sie zumindest nicht als feige dastehen. Sie hasste es, als feige dazustehen, weil sie es einfach nicht war. Und deswegen, und nur aus dem Grund, blieb die Hand auch dort, wo sie war.

"Als ob dieses eine Blatt etwas ausmachen würde.", erwiderte Lil jetzt, sich daran erinnernd, was er gerade gesagt hatte. Sie guckte zuerst auf den See, dann aber schwenkte ihr Blick wieder zu ihm und aus dem Augenwinkel heraus grinste sie ihn frech, ja fast schon flirtend an. "Und selbst wenn - du hast mich schon in einer weitaus schlimmeren Verfassung gesehen. Nachdem wir miteinander fertig waren konnte man uns garantiert nicht mehr als gut herausgeputzt bezeichnen."


{ LEON || Erinnerungen xxx Gedanken xxx Antwort xxx Leon's Hand xxx verwirrt von sich selbst xxx Bella's Bewegung xxx Erwiderung }

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BeitragThema: Re: Der See   Mo Mai 28, 2012 8:42 am

"It is time for a revolution, baby"


Die Wärme, die von ihrer Hand ausging warf ihn doch glatt aus der Fassung. So war er doch sonst nicht. Eigentlich wäre ihm schon längst wieder irgendeine schlagfertige Zeile durch den Kopf geschossen, die ebenso schnell, wie sie dorthin gekommen war, von seiner Zunge rutschen würde. Doch jetzt war da nichts. Sie hatte auf einmal jegliche Denkzellen in seinem Hirn lahm gelegt und das einzig und allein durch diese Berührung? Er hatte Frauen schon ganz anderswo berührt und wieso hatte es ihn da nie so perplex werden lassen? Vielleicht war jetzt nicht der richtige Zeitpunkt um darüber nachzugrübeln.

Trotz allem schlich sich ein breites, fast zufriedenes Grinsen über Leons feine Züge, als Lilly ihn verbesserlich als Prachtkerl bezeichnete. Ihm war genau klar, dass sie es eigentlich gar nicht so meinte, doch ihre Wortwahl war einfach zu komisch. Kaum eine Frau rechtfertigte sich immer so vor ihm, wie Lilly. Aber normalerweise verkehrte er ja auch nciht in diesen Kreisen. Entweder waren es Models, Schauspielerinnen, oder Sängerinnen, die sich seiner Gesellschaft erfreuen durften. "Normale" Frauen hatten da kaum eine Chance ihm nahe zu kommen. Sie konnten fro sein, bei einer Autogrammstunde in der ersten Reihe zu stehen, oder ihm ma die Hand schütteln zu dürfen.
Aber hier war er fernab, von dem Hype, der sich in den zwei Jahren um ihn gebildet hatte. Und Lilly schien das ja ebenfalls nicht zu interessieren, in ihren Augen war er wohl immer noch der aufsässige, schweigsame, unbeugsame Leon von der Horizon Ranch. Beinahe hätte er bedauernd aufgeseuftzt. Denn dieser Junge war er schon längst nicht mehr. Damals hatte er sich sozusagen ersteinmal regenerieren müssen, um mit den Dämonen der Vergangenheit fertig werden zu können. Mittlerweile hatte er es zwar geschafft, die weitesgehend zurückzudrängen, das erlaubte ihm allerdings auch nicht in erinnerungn zu schwelgen und sich an die schönen Dinge seiner Geschichte zu erinnern, ohne Gefahr zu laufen, wieder in die Dunkelheit abzubrechen. Deswegen war es auch nur die dunkelhaarige Frau, die sich in die frühen zeiten hinabschwingen konnte - ihm war dies nicht mehr gegönnt.
Doch in diesem Augenblick hätte er das wohl auch nicht gebraucht, denn momentan zählte nur das Hier und Jetzt.
Waren ihre letzten Worte mal wieder voll mit der üblichen Konfrontation, die sie ihm immer entgegengebracht hatte. Jedoch spürte Leon, dass jetzt irgendetwas anders war. Sie begeneten sich nciht mehr so unverfroren wie früher. Da war eine gewisse Bekanntschaft zwischen ihnen, eine Vertrautheit, aber auch eine abwartende und äußerst skeptische Distanz, die gegen eben jene Vertrautheit anging. Der Zauber des Moments sollte wohl aber stärker sein, als dieser "Kleinkrieg".

"Was konnte ich denn dafür, dass du keine Kondition hast, hm? Jedoch war das ein äußerst liebenswürdiger Anblick, wenn du -wie du es nennst- nachdem wir fertig waren immer Schutz gesucht hast. An dem Rätsel wovor knoble ich noch heute herum. Jedoch lässt sich diese Eigenart ja nicht nur bei dir verfolgen."

Vielleicht war Leon einer der Menschen, die in einen Satz jegliche schönen gefühle sofort wieder zerstören mussten. Um sich selbst zu schützen, oder keine Schwäche zu zeigen. Allerdings musste Lilly ihn wohl mittlerweile gut genug kennen, um zu verstehen, was er ihr mit diesen Worten eigentlich sagen wollte. Nämlich, dass er das gar nicht so abgelehnt hatte. Aber blitzte da nicht auch noch etwas anderes durch?
Eine Regung fuhr durch alle Muskeln in dem gebräunten Körper des Römers, als er sich wieder aufrichtete und sein Gesicht kurz vor Lillys verharrte. Immer wieder flackerte sein Blick durch ihre blauen Augen, die wieder die erinnerung an die Heimat in ihm wachriefen. Das Meer in Italien. Damit hatte er diese Augen immer verglichen, und so wie er nicht ohne seine Heimat konnte, so hatte er nicht mehr ohne diese Augen gekonnt und sich ihnen schließlich ergeben. Leon hatte keine Ahnung, ob das jemals wieder passieren könnte, da er mit dem Kapitel Lillian Adams schon längst abgeschlossen hatte. Im Gegensatz zu ihr, hatte er nicht getrauert. Der Fußball hatte sich den Platz in seinem herzen erkämpft, den einst Lilly besiedelt hatte.
Langsam hob sich seine Hand und legte sich sanft auf ihren Nacken unter das dunkle Haar, nachdem sie die schwarzen Strähnen zurückgestrichen hatte. Noch immer haftete der Bernsteinblick auf Lillys. Jetzt lagen ihrer beider Hände auf dem Körper des anderen.
Kurz bevor sich Leons Kopf hervorbeugte und sich ihre Lippen nach all den Jahren wieder berührten, huschte ein Lächeln über sein Gesicht. Und es war ernst gemeint. Es galt ihr.


{Berührung | verwirrt | spricht | Lilly | Kuss}

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BeitragThema: Re: Der See   Mo Mai 28, 2012 9:28 am

"Achso, ich hatte also keine Kondition?! Wer ist denn nach einem Blowjob erstmal in den Tiefschlaf gefallen, hm?", erwiderte Lillian scharfzüngig. Oh ja, das hatte sie nie vergessen. Nicht das Gefühl von ihm zwischen ihren ... ok, vielleicht das auch nicht. Aber es ging hier darum, dass er danach so fertig gewesen war, dass er glatt erstmal eingepennt war für eine halbe Stunde, bevor sie auf ihre Kosten kam. Und auch damals schon hatte sie es ihm unter die Nase gerieben, wieder und wieder und wieder ... sie grinste so vor sich hin und ihre Zähne bohrten sich leicht in ihre Unterlippe, eine Geste, die durchaus als sexy bezeichnet werden konnte. Jetzt, wo sie wieder daran erinnert war, würde er das immer zu hören bekommen, oh ja.

Aufgrund dieser Gedanken bemerkte Lil nicht, was Leon machte, bis sein Gesicht auf einmal direkt vor ihm war. Sie spürte seinen Atem auf ihrer Haut und seine Hand in ihrem Nacken, das teure Aftershave, das noch seinem Hals anhaftete, stieg in ihre Nase. Sie selbst war erstarrt, gefesselt von seinem Blick. Natürlich war es mal wieder sein Blick, diese unglaublichen bernsteinfarbenen Seen ... ihr ganzer Körper vibrierte noch immer, jetzt stärker, und ihr Herz begann zu rasen. Natürlich wusste sie, was folgen würde. Natürlich wusste sie, was jetzt geschehen würde. Sie bräuchte sich nur zurückzulehnen und seine Hand wegzustoßen, dann würde sie es verhindern.
Aber wollte sie es unbedingt verhindern? Klar, gerade eben hatte sie noch gedacht, dass es zu früh war. Sie kannten einander nicht mehr, weil sie sich verändert hatten. Aber war das so schlimm? Ihre Herzen erinnerten sich noch, wer der andere war, und das, was sie mal verbunden hatte, war stark gewesen und noch immer nicht verschwunden, was ihr Verhalten ja zeigte. Sie würden einander noch kennen lernen, sie würden die Chance haben, das Ganze als heiße Affäre abzutun, falls es nicht klappte - was für Beide nichts Neues oder Unnormales wäre. Sie hätten all diese Chancen. Und genau deswegen wich Lilly in diesem Moment nicht zurück.
Und schließlich, nachdem all diese Gedanken binnen Sekunden durch ihren Kopf gejagt waren, überbrückte Fabbri die letzten Zentimeter zwischen ihren Lippen und küsste sie. Nach fünf Jahren, die sie sich nicht gesehen hatten, küssten sie sich wieder zum ersten Mal. Wieder war es Abend, wieder beschien ein wundervoller Sonnenuntergang die Sache. Wieder war es sofort am ersten Tag, den sie sich sahen. Es war eigentlich genau das, was Lil gesehen hatte - nämlich eine Wiederholung ihres ersten Aufeinandertreffens. Obwohl da ja der feine Unterschied war: keiner von Beiden wich zurück, keiner von Beiden unterbrach den Kuss.
Ganz im Gegenteil. Lilly veränderte ihre Position etwas, um besser an Leon dran zu kommen. Sie erwiderte die Bewegungen seiner Lippen in einem Takt, den sie schon vor all der Zeit gemeinsam gefunden hatten, ohne je danach gesucht zu haben. Es war einfach natürlich. Ebenso wie die Tatsache, dass sie den Griff um sein Knie löste und stattdessen leicht seine Taille umfing. Ehe sie sich versah, lagen sie sich in den Armen, mehr oder weniger noch sitzend, und sie wusste nicht mehr so recht, wo oben und unten war, weil alles in ihrem Kopf leer gefegt war, einfach nur durch diesen Kuss. Durch diesen verheerenden Kuss.

Tja, und das war letzten Endes die Ursache dafür, dass Lillian sich langsam von Leon löste, den Kuss beendete, jegliche Berührung unterbrach. Es war nicht, weil sie es nicht wollte. Ganz im Gegenteil. Sie wollte es so sehr, dass sie in ihrer Vorstellung bereits auf der Wiese lagen und ... nein, diese Bilder waren in ihrem Kopf absolut unpassend. Sie fuhr sich durch das schwarze Haar und grinste ihn dann an, versuchte, ihren Rückzug mit ihrem Charme zu überspielen. "Weißt du, wir sind wirklich nicht aus der Form geraten.", sagte sie mit leuchtenden blauen Augen. Nur ihre Seelenspiegel verrieten, wie gern sie ihn noch länger, intensiver geküsst hätte. "Das war echt nicht schlecht von dir, Fabbri."


{ LEON || neckt ihn xxx seine Berührung xxx Kuss xxx zieht sich zurück xxx überspielt mit Charme }

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BeitragThema: Re: Der See   Di Mai 29, 2012 4:34 am

"You told it worng, but you made me strong"


Noch war es also nicht zu spät. Sie hatten es noch nicht verlernt, wie man mit dem andern umging. Das erkannte er in dem Moment, als Lilly sich nicht zurückzog. Zwar spürte er ihr kurzes Zögern, wie sie hinterfragte, ob es das Richtige war, aber gab es hier ein Richtig oder Falsch? Schlauer war man später sowieso immer. Sie schien also den hindernden Gedanken auch zu verwerfen, denn ihre Lippen schlossen sich um sein, was er mit einem kaum merklichen Grinsen zur Kenntnis nahm. Natürlich hätte der Italiener einen Haufen Ausreden parat gehabt, warum er sich in diesem Moment so hatte aus der Bahn werfen lassen, doch die brauchte er jetzt ja gar nicht. Lilly ersparte ihm jegliche rechtfertigung und ja, gewissermaßen genoss der Blonde es schon, als sich ihre Hand weiter an ihn herantastete, anstatt nur auf seinem Knie zu liegen. Ihr körper rückte seinem immer näher und irgendwann senkten sich ihre Lider, sodass es mal wieder wohl ein Triumph für Leon war. Aber das hier war Lilly und er wusste, dass man da besser so schnell keinen Triumph feierte.
Auch nach all den Jahren, in all der Zeit in der nicht einmal zurück an ihre gemeinsame Zeit gedacht hatte, war sie und ihre Berührungen ihm doch immer noch scharf im Gedächtnis geblieben. Irgendwo versteckt. Gut verdrängt, aber immer da. Nun brachen die alten erinnerungen langsam wieder zurück an die Oberfläche, Lillys Worte trugen nicht minder dazu bei. Diese Niederlage, die er gegen sich selbst hatte erleiden müssen, hatte Lilly immer Anlass gegeben ihn zu necken und als er sie nicht mehr sah, geriet sie in Vergessenheit. Lilly schien sich daran ja noch haarscharf zu erinnern, warum sonst musste sie wieder mit den alten geschützen auffahren. Wie war das doch gleich: Wenn eine Frau sauer ist, hält sie dir all deine Fehler der letzten 20 Jahre vor. Auch die, die du schon längst vergessen hast, sodass du sofort entwaffnet bist, weil du dich an nichts mehr erinnerst.
Daran war etwas Wahres, zwar war Lilly nicht sauer, zumindest nahm er das jetzt mal an, aber vermutlich erinnerte sie sich trotzdem noch an mehr, als er. Denn schon allein die Unübersichtlichkeit seiner "Frauengeschichten" machten es ihm schwer, da irgendetwas auseinanderzuhalten. er konnte ja nicht einmal mehr die Namen seiner letzten 3 Exfreundinnen aufzählen, ohne ins Grübeln und Zweifeln zu geraten.

Mit der Zunge hielten sie sich beide vorerst noch zurück und so war es diesmal Lilly, die den Kuss auflöste. Nicht er, wie eigentlich üblich. Doch an ihren folgenden Worten erkannte Leon, dass sie es doch gewissermaßen auch bedauerte. Sollte das jetzt aber ein ernstzunehmendes Lob sein?
Immerhin ihren Charme hatte sie nicht verloren, sodass es ihm erst kaum auffiel, dass sie sich ncoh immer in den Armen lagen. Doch das Lächeln, das ihn noch immer beschlich, machte es ihm schier unmöglich Lilly jetzt irgendetwas vorzuhalten.
"Hey, lass mich mit alten Niederlagen in Frieden ja? Immerhin wurde von mir da verlangt, dass ich zu Reitstunden antrete, dass du dann auch noch eine von mir verlangst, war ja so nicht geplant."
Neckend fuhr er erneut durch ihr Haar. Was wurde das hier eigentlich? vermutlich wussten sie das beide nicht so genau.
Von der Turtelei geweckt lugte Bella wieder aus ihrem Gemach hervor. Lillys Schoß hatte sich als sehr unbequem und äußerst lebendig erwiesen, als die sich zu Leon gedreht hatte, so war die Chihuahuadame kurzerhand aufgestanden und hatte sich etwas entfernt der beiden niedergelassen. Beinahe so, als wolle sie, sie nicht stören. Doch jetzt wo es mehr oder wneiger ersteinmal vorbei war, erhob sie sich wieder auf ihre Pfoten und flog im Hundsgallopp auf Leon zu. Sprang ihm auf die Brust. In der unerwarteten Plötzlichkeit dieses Angriffs ließ sich dieser ins Gras sinken, sodass Bella auf seinem Bauch einen kleinen Tanz aufführte, ungefähr um Lilly zu zeigen, dass man jeden Macho zähmen konnte. Erst dann begann sie Leon übers Gesicht zu lecken, nur kam das bei menschen eben nicht immer gut an. Der Blonde griff unter den hellen Bauch und hob Bella auf die Hinterpfoten, aber die ließ sich nciht von ihrem Vorhaben abbringen und rackerte weiter um seine Haut mit der Zunge zu erwischen.
"Mein Gott Bella. Schalt mal nen Gang runter. Du bist nciht mehr die Jüngste, zu viel Stress und Adrenalin ist nicht gut für dich."
Mit der Zeit begann sich die Hündin zu beruhigen, doch das liebevolle Spiel zwischen Herrchen und Hund bot sich Lilly noch eine Weile.


{Kuss | Erinnerung | spricht | Bella}

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BeitragThema: Re: Der See   Di Jun 05, 2012 3:45 am

Obwohl sie sich eigentlich komplett von ihm gelöst hatte, also auch ihren Körper von seinem entfernt, fand Lillian sich doch an seiner Seite wieder, als sie Leons Worten lauschte. Wie immer waren sie gespickt mit einer Herausforderung, jetzt hatte es aber mehr den Klang wie früher, als das die einzige Art gewesen war, wie sie mit einander gesprochen hatte. Vielleicht lag es auch nur an seinen Fingern in ihrem Haar und seinem Geschmack in ihrem Mund. Das hatte sich nämlich auch nach all der Zeit nicht verändert. Sie waren immer noch Leon und Lil, und dieser Kuss hatte ihr das mal wieder allzu deutlich gezeigt. Sie waren vielleicht älter geworden, hatten anderes Leben kennen gelernt, aber noch immer waren in ihnen die Jugendlichen, die sich wider aller Vernunft geliebt hatten, und zwar mit Leib und Seele.
Auch wenn sich das ja geändert zu haben schien, jedenfalls wenn man Lil fragte. Sie mochte zwar die Art, wie er sie küsste, weil sich dann ihr ganzes Hirn ausschaltete und sie es einfach nur genoss, aber sie fühlte nicht mehr dieses Herzrasen, wann immer sie in diese unglaublichen Bernsteinaugen sah, und sie hatte sich auch besser unter Kontrolle. Es war ein Abenteuer, das sie hier gerade begann, ein Spaß. Aber nicht mehr. Himmelherrgott, sie würde sich nicht noch mal in Leon verlieben. Sie wäre auch dumm, wenn sie das tun würde. Sie wusste selbst, was für ein Spieler er war, wenn es um Mädchen und ihre Herzen ging. Und sie wusste selbst, dass er sie selbst nicht gerade zum Positiven verändert hatte.
Diese Gedanken ließ sie dann aber fallen, als sie beobachtete, wie Leon mit Bella spielte. Die Beiden waren immer schon süß zusammen gewesen, ein bisschen wie ein altes Ehepaar. Jetzt führte Bella, die inzwischen ein klein wenig grau um die Schnauze war, ein Freudentänzchen auf und Leon, der rücklings im Gras lag, hielt sie fest und kraulte sie. In seinen Augen leuchtete etwas, das schon fast weich genannt werden konnte, und auch seine Worte waren voller Liebe, obwohl in ihnen auch ein kleiner Vorwurf mitschwang. Lilly konnte nicht anders, als zu lächeln, als sie dieses Verhalten der Beiden beobachtete. Sie waren einfach zu süß um wahr zu sein. Sie hatte das Verlangen, die Hand auszustrecken und durch das feuchte goldene Haar des Mannes zu fahren, hielt sich aber zurück, legte sich nur seitlich neben ihn, auf einen Ellenbogen gestützt, den Kopf in die Hand gelegt.

"Weißt du, ich glaube, ich muss dir Leon wieder, entwenden, Bella.", meinte Lilly nach einiger Zeit und griff nach Bella, um die kleine Chihuahuadama sanft ins Gras zu setzen, nachdem sie sie einmal kurz geknuddelt hatte. Etwas in ihren leuchtend blauen Augen verriet schon jetzt, was sie vorhatte, und auch ihr Grinsen sprach davon, als sie Leon in das ebenmäßige Gesicht blickte. Sie bewegte sich ein bisschen, bis sie an seiner Seite lag, das obere Bein um eins seiner geschlungen und den Bauch an seine Seite gedrückt. Eine Hand lag locker auf seinem Bauch, dem perfekten Sixpack, und fuhr es leicht nach, als sie sich noch ein bisschen vorlehnte, um ein weiteres Mal seine Lippen zu erobern. Sie waren vielleicht nicht mehr die Alten, aber dennoch konnten seine Küsse süchtig machen. Und in diesem Moment wäre sie sehr, sehr gern ein Junkie. Dennoch küsste sie ihn nur kurz, ein kleiner Vorgeschmack dessen, was folgen würde, wenn er sich mehr holte.

{ Gedanken xxx beobachtet Leon und Bella xxx Kuss || LEON }

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BeitragThema: Re: Der See   Sa Jun 09, 2012 4:33 am

"My country - my dream - my reality"


Regelrecht teuflisch gebärdete sich Bella, als Leon sie nicht gewähren ließ ihm auch nur einmal quer durch das gebräunte Gesicht zu lecken. Sein teint war schon immer dunkler, als der der meisten hier gewesen, doch die Sonne, die dieser Sommer immer wieder zum Besten gegeben hatte, hatte auch bei ihm deutlich die Wirkung der UV-Strahlen erbracht und ihm eine dunklere Farbe verliehen. Trotzdem kam das wohl nicht der italienischen Sonne gleich, die der Römer so sehr liebte.
Die kleine Hündin in seinen Händen wurde langsam frustriert, als sie merkte, dass es wohl keinen Sinn hatte weitere Versuche anzustellen, da Leon einfach mehr Kraft hatte, schon allein aufgrund seiner Körpergröße. Jedoch sollte dies für jemanden wie die Chihuahuadame kein Problem sein und so zappelte sie munter weiter. Sehr zur Belustigung ihres Herrn, der die Närrigkeit dieses Spiels kaum verstand und Bella nur kopfschüttelnd, aber wohl lächelnd gegenüberlag.

Die spitzzüngige Bemerkung, auf die er von Lilly noch wartete, blieb aus, sodass er ihr einen kurzen fragenden Seitenblick zuwarf, doch ihre blauen Augen ruhten auf ihm und seinem Hund, sodass er sich getrost wieder der Schokofarbenen zuwand, die nun allmählich Ruhe gab und sich vorsichtig auf seinem muskulösen Bauch niederließ. Sie empfand dies scheinbar als äußerst wackeliges Terrain, denn immer wieder drehte sie sich um die eigene Achse, um ihr Gleichgewicht zu finden - irgendwo musste das ja rumliegen ...
Schließlich kehrte wieder Ruhe in den vierbeinigen Körper, als sie sich kurzentschlossen quer über Leons Bauch flatschte und ein zufriedenes Grunzen von sich gab, worauf Leon nur Lachen konnte. Ja, er liebte Bella, seitdem sie bei ihm war und sie fehlte ihm immer, wenn er auf Reisen war. Umso schöner war, sie jetzt wieder bei sich zu haben, während die schwindende Sonne immer wieder Schatten auf ihrem Fell tanzen ließ.
Kaum hatte sich die Hundedame jedoch beruhigt, wurde sie schon wieder aufgescheucht, diesmal von Lillian selbst. Die junge Frau nahm die Hündin sanft beiseite, mit der Begründung ihr Leon kurz entnehmen zu müssen. Zuvor war Bella stets auf der Seite des weiblichen Menschen gewesen, doch jetzt sah sie beinahe empört dabei zu, wie sich diese an ihren Herrn wand. Da Bella hinter Lillys Rücken stand, konnte nur Leon sie sehen, als er sich zu der Dunkelhaarigen auf die Seite rollte und ihre Lippen gewähren ließ. Doch Bellas Ausdruck brachte ihn nur zum Lachen und er rollte sich sofort wieder auf den Rücken, was der Sache an Ernsthaftigkeit und Anziehungskraft entzog.

"Bella - jesses Maria, du bist unmöglich!"
Die Hündin hatte sich auf ihr Hinterteil gesetzt, die Pfoten ordentlich nebeneinander gestellt, den Blick stur geradeaus, auf die beiden Personen im Gras. Lilly fixierte sie dabei richtig, so als wolle sie deren Rücken durchbohren. Ob hier jemand eifersüchtig war?
"Ihr beiden, wenn ihr euch einigt, dann kann ich euch beide mit meienr vollen Aufmerksamkeit beehren, aber so glaube ich nicht, dass das hinhaut!"
Er spürte durchaus, was Lilly anzutreiben schien und er war nicht der Typ der kniff. Doch es beschlich ihn etwas Unbehagen, als sich ihr Bein enger um seines zog. Er kannte dies von ihr und es erinnerte ihn an das, was dann immer gefolgt war. Leon warf Lilly einen etwas zweifelnden Blick zu. Ob es wirklich das Richtige war? Eigentlich war er nicht darauf bedacht zwischen richtig und falsch zu unterscheiden, doch ihm war es damals gedämmert, dass sie ihn schmerzlich vermissen musste, als er nicht mehr auf ihre SMS und E-Mails antwortete. Wie sollte er jetzt mit ihr umgehen, wenn sie ihn sofort herausforderte? Und überhaupt: War das die Lilly, die er kennen und lieben gelernt hatte?
Ein wehmütiger Unterton schlich sich in den bernsteinfarbenen Blick, als er wieder dazu überging und seine Lippen auf ihre drückte, diesmal fester als zuvor, als wolle er an etwas Halt finden. Seine Hand strich unter ihr Haar, die dunklen Haare, die Italienerinnen trugen, doch Lillys hatten für ihn eine andere Bedeutung.
Kaum merklich war der Abstand zwischen ihnen, als er seine Lippen wieder von ihren abhob und flackernd seinen Blick in ihre eisblauen Augen heftete. Die raue Stimme war nciht mehr als ein Flüstern, doch auch ein Versprechen, dass er das hier nicht einfach fallen lassen würde.
"Nicht hier."


{Bella | amüsiert | Lilly | Bella | spricht | Kuss}

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BeitragThema: Re: Der See   Mi Jun 13, 2012 6:11 am

Ja, vermutlich waren diese Lippen das einzige an ihm gewesen, das sie vermisst hatte. Lillys Hand wanderte jetzt langsam seinen sehnigen, braun gebrannten Oberkörper herauf, um sich in das weiche, noch leicht feuchte, bonde Haar zu wühlen. Sie genoss den Kuss in vollen Zügen, obwohl man sagen musste, dass er nur von kurzer Dauer war. Sie hatte gelernt, dass es wichtig war, zu wiederstehen. Sie hatte gelernt, zu wiederstehen, diesen Lippen, diesen Augen, diesen Körper. Sie hatte die Eirnnerungen lange genug weggeschlossen, um die damit verbundenen Gefühle abzutöten. Denn als sie ihn jetzt küsste, bekam sie kein Flattern im Bauch, nur einen etwas schnelleren Puls. Und das lag auch lediglich daran, dass sie es noch immer mochte, diesen durchgeknallten Italiener zu küssen. Sie war nicht mehr in ihn verliebt. Er war nur ein Mann, mit dem eine interessante freundschaftliche Beziehung und eine durchaus zu genießende Affäre entstehen würde.
Sie war einfach nicht bereit, ihm noch einmal mehr zu geben. Es hatte so weh getan damals, das würde sie nie wieder vergessen. Sie könnte es auch nicht. Denn der Schmerz war es gewesen, der sie zu der erfolgreichen Reiterin gemacht hatte, die sie jetzt war. Der Schmerz hatte sie stark und mutig gemacht, stark genug, um das alles durchzustehen. Ja, Leonardo Fabbri hatte ihr Leben verändert, wenn auch eher ungewollt. Sie hatte einfach weitergemacht, nur härter gearbeitet, da die Leere, die er in ihrem Leben hinterlassen hatte, zu füllen war. Nur deswegen war sie so erfolgreicht gewesen, nur deswegen konnte sie jetzt hier in seinen Armen liegen, ihn küssen und noch weiter wie ein rationaler Mensch denken, ohne diese störenden Schmetterlinge ... und so war es auch richtig.

Dieses Mal war es Leon, der den Kuss unterbrach. Weil er lachen musste. Was zur Hölle war denn bitteschön so unglaublich lustig? Lil blickte ihn verwirrt an, als er auch schon anfing, Bella und auch sie zu schelten. Ein Grinsen glitt über ihre LIppen als sie sich umdrehte, um die Hand nach der Hündin auszustrecken und sie sanft hinterm Ohr zu kraulen. "Ich bin dafür, dass ich ihn jetzt kriege - du hattest ihn die letzten fünf Jahre für dich allein!", sagte mit gespielt überzeugter Stimme zu der Hündin. Dann jedoch lachte sie. "Kleiner Witz. Ich will nur noch eine halbe Stunde oder so, wenn wir zurück auf dem Hof sind, gehört er ganz allein dir, wie sich das gehört." Denn sie hatte auf keinen Fall vor, das alles zu schnell anzugehen. Natürlich, sie wollte Freundschaft und sie wollte ihn in ihrem Bett - aber sie musste zuerst feststellen, ob es wirklich ungefährlich war. Vielleicht wirkte es in diesem Moment so, aber sie war kein Flittchen, das sich wahllos Jedem an den Hals warf.
Trotzdem sagte sie nicht nein zu ein bisschen rummachen mit einem alten Freund, den sie schon sehr lange nicht gesehen hatte. Deswegen lehnte sie auch den Kuss, den er ihr jetzt auf die Lippen drückte, nicht ab, sondern ließ ihn gewähren, erwiderte ihn, ließ sich sogar von seinen unglaublichen Bernsteinaugen ein wenig fesseln. Sie lehnte sich wieder mehr an ihn, war dabei, seinen Nacken zu umfassen, ihre Lippen zu öffnen, dne Kuss zu vertiefen ... als er schon wieder unterbrach. Lillian blickte ihn ein klitzekleines bisschen irritiert an, nur um dann endgültig loszulachen. Sie rollte sich auf den Rücken und hielt sich dne Bauch, bis sie sich wieder eingekriegt hatte.
"Interessant, was du für eine hohe Meinung von mir hast, Fabbri. Ich hatte nicht vor, hier unter freiem Himmel mit dir Sex zu haben! Ich bin doch kein gottverdammtes Flittchen, du Mistkerl!", schalt sie ihn, obwohl man ihr durchaus ansah, dass sie es keineswegs so böse meinte, wie die Worte vielleicht klangen. Ganz im Gegenteil, noch immer steckte das Lachen in ihren Augen und ihrer Stimme, ein breites Grinsen lag auf ihren Lippen. Dennoch legte sie hm jetzt die Hand auf die Wange und küsste ihn noch mal kurz. "Nur, weil ich ein bisschen mehr von denen hier haben will?", flüsterte sie mit intensivem Blick und strich mit ihren Lippen sanft über die seinen. Wenn er schon anfing, sie herauszufordern, würde sie ihm zeigen, dass es nicht mehr so schwer war, gegen sie zu verlieren.

{ Kuss xxx Gedanken xxx Antwort xxx Kuss xxx Belustigung - Antwort }

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BeitragThema: Re: Der See   Sa Jun 16, 2012 6:15 am

"There she goes. With her body shakin' like a rockguitar."


Was zum Teufel tat er hier eigentlich? Bella hatte vollkommen recht, dass hier gehörte gewiss nicht zur Tagesordnung. Aber wie sollte er diesem ganzen Sch... hier entfliehen. Nicht einmal mehr Fußball würde er die nächste Woche spielen können - Schonungszeit, dass er nicht lachte. Es war zum aus der Haut fahren. Und nun lag er hier mit einer seiner Exfreundinnen und war am rumhauen, anstatt seinen Jungs die Daumen zu drücken, dass sie diese Punkte diesmal ohne ihn holten. Die Zeit hatte er mittlerweile vergessen, er wusste nicht, wie viele Minuten vergangen waren, seitdem er am Skaterpark das letzte Mal auf den Spielstand zur Halbzeit gesehen hatte, doch jetzt begann es ihn wieder in den Fingern zu jucken. wenn sie nicht gewannen, dann ...
Lillys Lachen unterbrach seine abschweifenden Gedanken, die sich eigentlich immer nur einem Thema widmeten. Leon gewann mit Herz, doch verlieren, darin war er nicht sehr geübt. Weder in Sachen Fußball noch in anderen Bereichen. er akzeptierte eine Niederlage nur mit Widerwillen und hatte sowieso immer eine Ausrede parat, warum es so eingetreten war udn nciht im positiven Sinn. Aber irgendetwas an Lillys plötzlichen Heiterkeitsanfall ließ ihn stutzig werden. Hatte er irgendetwas gesagt, worüber man so lachen konnte? Man musste ihm die Irritation deutlich ansehen, als er sehr zweifelnd und fragend die Dunkelhaarige ansah, die sich noch immer den Bauch hielt vor Lachen. Verletzt hatten ihn ihre Worte keineswegs, doch trotzdem wurde er etwas misstrauisch. Sie war also kein Flittchen? Nun, dass hätte er ihr auf Anhieb geglaubt, Lilly war in Sachen wie diesen zwar selten zurückhaltend gewesen, doch keineswegs war sie jemals sonderlich schlampig aufgefallen. Das wiedersprach jedoch dem, was sie zuvor getan hatte. Sie hatte sich an ihn geschmiegt wie eine Forelle auf Tuchfühlung. Ob er es genossen hatte? Es war nichts Neues für ihn. Und doch wusste er nicht so recht, was er darauf sagen sollte. Denn das Grinsen von vorhin war wie weggewischt aus seinem Gesicht und auch Lillys Lachen konnte ihn nicht anstecken. Sein Gesichtsausdruck erinnerte zunehmends an den, den er vor fünf Jahren die ganze Zeit getragen hatte. Hinter einer Wand, sodass niemand weiter durchdrang. Ernst und emotionslos, misstrauisch und doch arrogant.
"Was ist dann die Steigerung von denen hier? Ich bin leider nicht der Typ, der an einer Frau rum fummelt udn es auch noch geil findet. Entweder alles oder gar nichts und wenn du kein Flittchen bist, tja - was sollte dass dann gerade eben?"
Die letzte Stichelei konnte er sich einfach nciht verkneifen, wenn in seinen Augen auch kein schalkhaftes Funkeln lag, zumindest der Klang seiner Worte ließ verlauten, dass der letzte Satz auf Lillys Provokation anspielte.

Leonardo drehte sich auf den Rücken und wandte den Blick in den Himmel. Was wurde das hier? Und vor allem, beschäftigte ihn die Frage, was sie von ihm wollte. War es so leicht sie wieder von sich zu überzeugen? Hier konnte man doch nicht von Verliebtheit sprechen. Er verschränkte die Arme unter dem Kopf, langsam kam Bella angetrottet und kroch in die von Lilly abgewandte Armbeuge, warf dieser jedoch einen vorwurfsvollen Blick zu. Sie schien genauso wankelmütig zu sein, wie der italienische Römer.


{Zwiespalt | Lillys lachen | verwirrt | dreht sich weg}

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BeitragThema: Re: Der See   Di Jun 26, 2012 8:43 am

Give you this, give you that, blow a kiss, take it back ...


Lillian seufzte und drehte sich auf den Rücken, wie er es auch gemacht hatte. Das war mal wieder klar. Natürlich war es klar. Das war mal wieder typisch. Typisch Mr Arroganter-Römer-Ach-ich-bin-ja-so-toll Leonardo Fabbri. Er bekam wirklich immer alles in den falschen Hals. War es jemals nicht so gewesen? Es war immer so gewesen. Im einen Moment war er absolut perfekt, humorvoll und flirty und all diese Sachen, die sie an Männern mochte und bewunderte. Und dann? Dann war er einfach nur noch das Arschloch, das wohl den Hauptteil seines Charakters ausmachte. Das war der Grund, warum die Liebe, von der sie gedacht hatte, dass sie immer noch da war, verflogen war, als sie ihn heute gesehen hatte. Also hatte es auch seine Vorteile. Aber jetzt, wo sie Freunde, und nur Freunde waren, war das einfach nur unglaublich nervig.
Aber sie würde sich zur Hölle noch mal nicht aufregen. Lil atmete einmal tief durch und ignorierte die Tatsache, dass auch Bella mal wieder ihren Stimmungsschwankungen unterlegen war. Sie starrte in den sich langsam dunkel verfärbenden Himmel und atmete ein paar Mal tief durch. Sie durfte sich nicht aufregen. Nicht dem Verlangen, ihn mit ihrer scharfen Zunge zu zerhacken, nachgeben. Das würde nur zu weiterem Ärger führen und sie wollte keinen Ärger. Sie brauchte keinen Ärger. Nicht am ersten Tag. Und schon gar nicht mit ihm. Sie waren ebenbürtige Partner, da würde viel Blut fließen, wenn auch nur metaphorisch gemeint.

"Ich rede von mehr Küssen, Leon. Ich wollte dich nur ein bisschen mehr küssen. Und was das sollte? Hm, ich weiß nicht. Vermutlich ist dein Verhalten abfärbend.", sagte Lillian mit einem leichten, süffisanten, aber auch irgendwie arroganten Lächeln im Gesicht. Offensichtlich war sein Lächeln tatsächlich abfärbend. Sie setzte sich auf und streckte sich ein bisschen, bevor sie nach ihren Klamotten griff. "Was meinst du, sollen wir wieder zurück? Mir wird langsam kalt ...", fragte sie dann, als wären seine harschen Worte vorher nie ausgesprochen worden. Auch das hatte sie dort gelernt, wo sie gewesen war, als er nicht mehr da war. An diesem einsamen, kalten, dunklen Ort, der sich Vermissen und immer-noch-Lieben nannte. Sie hatte gelernt, stark zu sein, das, was sie dachte, zu überspielen.


{ genervt von LEON xxx beruhigt sich xxx antwortet xxx schlägt vor, zu gehen }

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BeitragThema: Re: Der See   Fr Jun 29, 2012 6:26 am

"They think of me as the bad boy"


Die Wolken zogen dahin, als gäbe es Nichts auf dieser Welt, was sie aufhalten konnte. Im Grunde war es ja auch so. Was sollte eine Wolke schon davon abhalten, ihren Weg zu gehen?
Bei Menschen war das jedenfalls anders. Da gab es Spötter und Neider von allen Seiten, diejenigen, die wirklich einem den Rücken freihielten waren rar in solchen Tagen. Doch es gäbe noch einen Haufen anderer Dinge, über die man(n) philosophieren konnte, wenn man nichtstuend im Gras lag und eigentlich nur darauf wartete, dass endlich etwas passierte.

Herzhaft gähnte Bella. Trotz ihres höheren Alters war es ihrer Meinung nach nicht zwingend jetzt an der Tagesordnung, um ein Nickerchen zu halten. Überhaupt sollten Nickerchen nur im bella'schen-Rythmus gehalten werden, denn sonst könnte ja das komplette Öko- und Kreislaufsystem zusammenbrechen. Eine wage These, die die Hündin auch selbst aufgestellt haben könnte, schließlich war ihr Besitzer nur dazu da, um ihren Gedanken Sprache zu verleihen. Nach wenigen, und auch recht unruhigen Minuten, in denen sie nicht einmal still gelegen hatte, rappelte sich die Chiuhuahuadame als Erste, der drei Anwesenden wieder auf und blickte die Zweibeiner erwartungsfroh an. Ihre Euphorie konnte ja ansteckend sein, doch der ganz spezielle Zauber der Fähe wollte nciht so ganz gelingen, als keiner der beiden Anstalten machte, es ihr gleich zu tun. Also widmete sie sich allein wieder dem kühlen Nass und einem neuen Versuch, wie man es möglicherweise bewzingen konnte, ohne dabei Gefahr zu laufen, von ihm verschlungen zu werden udn den Boden unter den Pfoten zu verlieren.

Jetzt wandte Leon Lilly wieder den Blick zu. Mehr Küsse? Das war doch - absurd. Hatte sie in den letzten Jahren denn so rein gar nichts gelernt, oder in der mentalen Gesellschaft etwas von deren Gesinnung abgekriegt? Der Blonde wusste nicht so recht, ob er jetzt auf ihre Antwort mit Spott und Hohn, oder einem angemessenen, reifen Kommentar reagieren sollte. Vielleicht war Klappe halten ja das Beste. Doch das viel ihm ja bekanntlich nicht gerade leicht. Zu allem Überfluss wollte Lilly dann auch noch gehen. Brachte sie ein Gespräch wie dieses etwa so leicht aus der Fassung. Ein kurzes spöttelndes Grinsen huschte über Leons Gesicht.
An und für sich hätte er ja nichts dagegen gehabt zurück zugehen. Das war allerdings mit Aufwand verbunden, bei dem er ersteinmal aufstehen, sich anziehen und auch ncoh einige hundert Meter laufen musste. Ein Aufwand, den er jetzt eigentlich nciht betreiben wollte. Dass ihm seine Lauffaulheit auch noch mal außerhalb des Bolzplatzes zum Verhängnis wurde ... war auch nichts Neues.
Nur widerstrebend setzte sich der gebürtige Römer auf und blinzelte zu Lilly hoch. War das nur ein Gefühl, oder wollte sie so schnell wie möglicher seiner Gesellschaft entfliehen?

Für Außenstehende mochte Lilly wieder normal wirken, aber Leon hatte ein gutes Jahr mit ihr verbracht, das für seine Verhältnisse gereicht hatte, um ihre wesentlichen Charakterzüge zu studieren. Dass hatte er früh gelernt, andere Menschen bis aufs Innerste zu durchschauen, Stärken udn Schwächen zu erkennen, auch wenn er es nicht hatte lernen wollen, es waren schwere Zeiten gewesen.
Und die Dunkelhaarige schien doch irgendwie etwas zerspalten. Besser er sprach sie darauf jetzt nicht auch noch an, sein Verhalten war ja abfärbend und er hasste kluge Kommentare in Krisensituationen. Also stand er wortlos auf, zog sich wieder die Cargohose über die mittlerweile getrockneten Shorts, krempelte die Beine bis zu den Knien hoch und warf sich das Shirt über die Schulter. Ein kurzer, aber einschneidender Pfiff beorderte Bella zu ihnen und augenblicklich konnten sie sich auch schon auf den Rückweg machen.
Erst nach einer Weile, durchbrach Leon das merkwürdige Schweigen, legte Lilly doch den Arm um die Schulter und drückte ihr - vielleicht einen recht freundschaftlichen? - Kuss auf die Wange.

"Vi prego di perdonarmi il mio comportamento inadeguato, il mio cuore."*
Sicherlich verstand Lilly noch etwas von der italienischen Sprache. Leon wusste zwar nicht woher, doch auf der Horizon Ranch, hatte sie ihn so manches Mal verstanden - und das trotz seiner recht "vaganten römischen Ausdrucksweise", wie es Penny oft genug betitelte. Immerhin hatte Lilly auch gelgentliche Streitgespräche zwischen ihm und der Iatlienerin mitbekommen - und leider auch Details erfahren, die sie nie erfahren hatte sollen. Leon und Penny fluchten leidenschaftliche gerne auf Italienisch - etwas womit ihn Penny gerne aufzog, immerhin fluchten nur wahre Italiener so heftig, dass sie keine passende Übersetzung fanden ...
Sein Daumen strich irh einmal kurz über die andere Wange - sie hatte recht gehabt, ihre Schultern waren bereits kalt.

*Bitte verzeih mir mein unangebrachtes Verhalten, mein Herz


{schweift ab | Lillys Aufforderung | faul | steht doch auf | geht}

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BeitragThema: Re: Der See   Di Jul 10, 2012 8:15 am

It's like the language our hearts are speaking


Lillian schlüpfte wieder in Jeans und Top und zwang sich dabei, Leon nicht mehr anzusehen. Sie hatte gerade nun wirklich absolut keinen Bock auf ihn, sie wusste auch nicht. Seine Launen hatten es mal wieder Geschafft, ihr die Laune zu versauen. Aber dafür hatte der Italiener ja auch nie wirklich lang gebraucht, wenn sie es recht überlegte. In seiner Nähe konnte sie einfach nicht mehr so ruhig und beherrscht bleiben, wie sie wollte. Sie musste sich zusammenreißen, um das Ganze zu überspielen, aber jetzt gerade hatte er ihr mal wieder mehr oder weniger die Zügel aus der Hand genommen; ohne es wirklich zu wissen, selbstverständlich. Und weil er genau das nicht unbedingt sehen sollte, dieses Wissen darüber, blickte sie ihn nicht an.
Als Leon Bella zu ihnen rief, fuhren Lils Finger gerade durch ihr langes, schwarzes Haar, kämmten es ein wenig. Sie waren fließende Wellen aus glänzendem Schwarz, goldene Lichtreflexe der letzten Sonnenstrahlen brachen sich darin. Früher wären diese Lichtreflexe eher blau gewesen, als ihre Haare noch richtig blauschwarz gewesen waren. Aber inzwischen waren ihre Haare etwas aufgehellt, sodass diese jetzt golden schimmerten. Was viel besser zu der gebräunten Haut passte, viel besser zu LIlly passte. Sie mochte ihr jetziges Aussehen - sie hatte endlich Kurven bekommen dort, wo sie hingehörten, war nicht mehr nur irgendein knochiges Mädchen. Und das tat gut, überlegte sie, während sie und Leon in einvernehmlichen Schweigen den Rückweg antraten.
Zumindest war es Schweigen, bis er den Arm um sie legte, sie auf die Wange küsste, und auf Italienisch mit ihr redete. Diese Geste hatte etwas von der alten Vertrautheit, nach der sie sich doch so gesehnt hatte. Und es war irgendwie schön für sie, zu wissen, dass diese noch nicht ganz verschwunden war. Vielleicht war es bescheuert, aber wenn er so ankam, konnte sie ihm nicht lange böse sein. Nicht nur, dass sein Charme eindeutig mehr als nur einnehmend war, nein. Wenn er Italienisch sprach, war er viel mehr er selbst. Und sie liebte es, wie seine Stimme klang, wenn er in der Sprache sprach, die seine Muttersprache war. Das hatte sie immer schon getan. Vielleicht legte sie deswegen den Arm freundschaftlich an seine Taille und schenkte ihm ein kleines Lächeln.

"Sei fortunato che io amo la lingua italiana, Fabbri. Solo così ti perdono."*

Problemlos verließen diese Worte die Lippen der jungen Spitzenreiterin. Lilly hatte noch nie Probleme mit Sprachen gehabt, schon früh hatte sie gut Italienisch gekonnt - und auch in den letzten Jahren hatte sie es viel genutzt, sodass ihre Fähigkeiten inzwischen so gut waren, dass sie kaum noch darüber nachdenken musste, wie sie es ausdrücken konnte. Es verliße ihre Lippen fast ebenso einfach wie Englisch, was ihre Muttersprache war. Größtenteils war das wohl Penny zu verdanken. Leon's Exfreundin war auch nach all den Jahren ihr noch immer eine sehr gute Freundin, und wenn sie redeten, dann viel auf Italienisch - vor allem, wenn Lilly sie mal in Italien besuchen kam.


*Du hast Glück, dass ich die italienische Sprache liebe, Fabbri. Nur deswegen verzeihe ich dir.

{ zieht sich an xxx in Gedanken xxx geht los xxx LEON's Entschuldigung xxx antwortet }

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Mr McKinley
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BeitragThema: Re: Der See   Sa Jul 28, 2012 3:15 am

PLOT 1.1

Der Ernst des Lebens beginnt

Seitdem die ersten Azubis, einschließlich des Fußballstars Fabbri, eingetroffen sind, sind gute zwei Wochen vergangen. Die "Schüler" hatten Gelegenheit sich einzugewöhnen und mit ihren Pferden einzuleben, ein wenig die Umgebung alleine zu erkunden und die Stadt unsicher zu machen.
Jetzt ist der Tag gekommen, an dem das Training beginnt, d.h. jeder Azubi wird einem Lehrer zugeteilt, den er sich meist mit weiteren Azubis teilen wird, anschließend findet auf den entsprechenden Gegebenheiten trainiert und die jungen Menschen werden langsam an ihren Traum als Spitzenreiter herangeführt. Erst eine Woche später wird dann auch der theorethisches Teil der Ausbildung beginnen, bei dem die Azubis vormittags in die Uni am Rande der Stadt fahren udn nachmittags dann Reitunterricht haben.

Es ist jetzt Mittagszeit und alle Hofbewohner finden sich in der Kantine ein, wo sich ersteinmal gründlich über den Tagesverlauf ausgetauscht werden muss. Zum Wohl des Magens stehen Nudelauflauf, Hähnchengeschnetzeltes oder/und Salat zur Auswahl.

> Montag, 04. Oktober
> Mittags, 13:00 Uhr
> regnerischer Tag, ca. 15°
> wolkenverhangener Himmel, es regnet Hin und Wieder


ALLE KOMMEN AUS DEM STALL UND POSTEN JETZT IN DER KANTINE (ihr könnt davor noch einen Abstecher auf euer Zimmer machen, wenn ihr wollt)



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Der See

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